Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

| Anthropologie | Bioethik | Deutsch | Klonen

Menschliches Klonen. Ethische Problemzone. - Zeitonline

Ein Gespräch mit dem Stammzellforscher Oliver Brüstle über die Bedeutung der amerikanischen Klonversuche und über die Grenzen der Forschung an Embryonen

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | Klonen

Frankensteins Traum wird wahr - ZEIT Nr. 21 S. 1

Aus normalen Körperzellen können Forscher nun die Kopie eines Menschen erstellen. Darf das sein, fragt der Artikel. Für vage Heilsversprechen werde die Würde des Menschen geopfert, so die einen, ein Zellhaufen im Labor werde höher geachtet als das heranwachsende Kind im Mutterleib, so die anderen. Die durchs Klonen gewonnenen omnipotenten statt nur pluripotenten Zellen, ist dieser Gewinn den hohen ethischen Preis wert, den wir für diese Forschung zahlen? Immerhin wird dabei eine Zellkugel zerstört, die das Potenzial hat, ein ganzer Mensch zu werden. Der Artikel fordert eine weltweite Ächtung des reproduktiven Klonens. Dazu solle Deutschland seine Forderung nach einem Verbot auch des therapeutischen Klonens aufgeben: um gemeinsam eine UN-Resolution gegen das Klonen zustande zu bringen. - al

Erstellt von pts | | Deutsch | Neuer Atheismus | Theologie | Religionspsychologie | Atheismus

Zwei wie Pech und Schwefel - The European

Das Auftreten eines neuen, kämpferischen Atheismus in jüngster Zeit interpretiert Detlef Pollak, Professor für Religionssoziologie, als Reaktion auf die in den Medien viel beschworenen Rückkehr der Religion. Zugleich stellt er jedoch fest, dass beide Phänomene – der neue Atheismus und die Rückkehr der Religion – empirisch gesehen in der Gesellschaft keine breite Verankerung haben. Deshalb brauche man eine Erlösung weder vom einen noch vom anderen der beiden Phänomene. Vielmehr sei man – besonders in Deutschland – aufgrund der Erfahrungen mit totalitären Ideologien skeptisch gegenüber jeder Form von fanatischer, welterlösender und welterklärender Heilslehre. Die Werte der Toleranz und der Akzeptanz fremder Lebensformen und Glaubensvorstellungen fänden immer größere Zustimmung. Im Hinblick auf die neuen Formen des Atheismus schließt Pollak deshalb, ein Atheismus, der Anerkennung erlangen wolle, müsste zunächst Respekt vor den kulturellen Leistungen der Religionen aufbringen - pts