Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von pts | | Atheismus | Wissenschaftstheorie | Theologie | Deutsch

Mit Gott geht der Sinn - The European

Der Atheismus stelle, so Wolfgang Huber, eine Glaubenslehre jenseits von wissenschaftlicher Objektivität dar. Orientiert an einem wissenschaftsgläubigen Fortschrittskonzept gehe der Atheismus davon aus, dass die Wissenschaft die Grundfragen der menschlichen Existenz ohne Rest beantworten werde. Die Erklärung des Lebens sei aber nicht mit dessen Sinn gleichzusetzen und lasse deshalb viele Fragen offen. Zwar gebe es auf solche Fragen durchaus auch säkulare Antworten. Glaube stelle deshalb ebenso wie eine atheistische Grundhaltung eine Option innerhalb der Pluralität von Weltanschauungen dar. Aber gerade angesichts der neuen Möglichkeiten der Lebenswissenschaften sei es zur Wahrung der Menschenwürde unverzichtbar, diese nicht „als Resultat menschlicher Selbstbestimmung“ zu verstehen, sondern als aus der Beziehung des Menschen zu Gott als seinem Schöpfer und der Beziehung zu seinen Mitmenschen resultierend. Deshalb, so Huber, würden Christen an ihrer Hoffnung festhalten - pts

Erstellt von hhp | | Wissenschaftstheorie | Atheismus | Wissenschaftsgeschichte | Englisch

Science and religion can't be reconciled - Why I won't take money from Templeton - Slate

Der bekennende Atheist, Physiker und Buchautor Sean M. Carroll begründet seine Anti-Templeton-Haltung. Die John Templeton Foundation (JTF) sei zwar nicht wirklich bösartig, wie es das Discovery Institut sei; sie verbreite keine Lügen, um Wissenschaftsfeindlichkeit zu fördern, und Manipulationen seien ihr nicht nachzuweisen. Auf ihre Weise sei sie sogar Wissenschaftsfreundlich. Der entscheidende Haken bestehe jedoch darin, dass sie die Auffassung verbreite, Naturwissenschaft und Religion seien miteinander vereinbar. Wissenschaftler, die sich von JTF fördern ließen, stellten damit ihr Ansehen in den Dienst dieser falschen Idee und erwiesen der Welt dadurch einen Bärendienst. Schließlich sei der - von der Mehrheit geteilte - Übergang vom Theismus zum Atheismus der wichtigste ontologische Fortschritt der letzten 500 Jahre. Als Missionar des Atheismus bescheinigt der Autor mit seiner Frontstellung gegen die JTF allerdings gerade deren Erfolg in der Verbreitung der Vereinbarkeitsthese - hhp

Erstellt von pts | | Physik | Englisch | Kosmologie

Multiverse-Universe Debate: Cosmologists Weigh One Reality Vs. Many At World Science Festival - Huffingtonpost

Auf dem World Science Festival in New York diskutierten die Physiker Andreas Albrecht, Alan Guth, Andrei Linde und Neil Turok die Frage, ob unser Universum einzigartig oder eines von vielen Universen ist. Der Artikel fasst die Ergebnisse zusammen. Die Existenz von Multiversen sei eine Möglichkeit, die durch die Theorie der kosmologischen Inflation aufgeworfen werde. Diese Theorie gehe davon aus, dass das Universum sich in den ersten Bruchteilen einer Sekunde nach dem Urknall exponentiell, schneller als mit Lichtgeschwindigkeit ausgebreitet habe. Bestimmte Bereiche des Universums könnten sich schneller als andere ausgedehnt und so eigene Zeitblasen ausgebildet haben, die sich zu eigenen Universen entwickelt haben könnten. Empirische Beobachtungen hätten die Theorie der Inflation untermauert. Nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft spreche nichts gegen die Existenz von Multiversen, zugleich gebe es aber auch keinen Beweis ihrer Existenz - pts