Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Theologie | Wissenschaftstheorie | Englisch

Godlike Great Programmers: The Scientists Arguing for Religious Belief - The New Yorker

Die meisten Wissenschaftler seien ungläubig oder trennten Wissenschaft und Religion. Es gebe aber auch erstaunlicherweise führende Wissenschaftler, die aus der Wissenschaft Argumente für Übernatürliches ziehen. So gehe die "Computer-Theologie" Jürgen Schmidhubers von der Prämisse aus, dass es einen "schnellsten, effizientesten, optimalen Weg gibt, alle logisch möglichen Universen zu berechnen, unseres eingeschlossen - falls unseres berechenbar ist, wogegen nichts spricht". Aber, so wendet der Autor des Artikels ein, wenn ein Universum durch einen Computer beschrieben werden kann, bedeute das nicht, dass es auch durch einen solchen und einen "Gottähnlichen großen Programmierer" auch regiert werde. David Eagleman schließt umgekehrt vom Nichtwissen auf Gott: "Unser kosmisches Nichtwissen ist zu gewaltig, um sich zum Atheismus zu bekennen". Zurecht fragt der Autor allerdings, inwiefern sich diese Nichts-ist-unmöglich-Mentalität ("Possibilianismus") vom Agnostizismus unterscheide - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Kreationismus

Forschung: Verteidigt die Evolutionstheorie! - spektrum.de

Der Paläontologe Russel Garwood berichtet aus eigener Erfahrung, wie wissenschaftliche Veröffentlichungen kreationistisch missbraucht werden. Paradoxerweise sei es gerade die Redlichkeit der Forscher, die ungeklärte Fragen und Kontroversen offen legen, die in Argumente gegen die Evolutionstheorie verdreht würden. Ungeklärtes wird zu "Schwächen" umetikettiert - mit möglichen publizistischen Konsequenzen: "Es wäre ein schwarzer Tag, wenn Forscher beginnen, Widersprüche und Ungewissheiten in ihren Arbeiten zu verheimlichen". Stattdessen empfiehlt der Autor Wissenschaftlern und Verlagen, für Forschungsarbeiten größere Öffentlichkeit herzustellen, z. B. begleitende Blogs und populäre Zusammenfassungen - hhp

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Biblical Inerrancy and Evolution,Part 1- The BioLogos Forum

Thomas Jay Oord macht durch seine eigene biografische Entwicklung die Relativierung eines wortwörtlichen Bibelverständnis nachvollziehbar. Der Kernsatz, "der Zweck der Bibel ist unsere Erlösung", gibt die formale Hinsicht an, unter der von "Irrtumslosigkeit" der Bibel gesprochen werden kann. Biblische Wahrheit wird damit nicht in naturwissenschaftlicher Hinsicht beansprucht. Oord, der evangelikal zu verorten ist, erinnert in dieser Sicht der Irrtumslosigkeit der Schrift an die formale Bestimmung, die auch das Zweite Vatikanische Konzil vornimmt: Die Wahrheit der Bibel ist auf unser Heil bezogen ("causa salutis") - hhp