Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolution | Wissenschaftstheorie | Kreationismus

Es hat keinen Sinn, die Grenze zu verwischen - wissenrockt.de

Die "Arbeitsgemeinschaft Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft" kritisiert hier eine vom Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) verbreitete Empfehlung des Kreationisten Reinhard Junker (siehe unten). Die "Akzeptanz schöpfungstheoretischer Interpretationen" als Alternative zur Evolutionstheorie verwische die Grenze zwischen Glaube und Wissenschaft. Man habe nichts gegen die Behandlung offener Fragen, aber dies müsse wissenschaftlich geschehen. Im Vergleich wäre ja auch niemandem damit gedient, "würde etwa die Bachblütentherapie der modernen Medizin als taugliche Alternative gegenübergestellt". Eine "schöpfungstheoretische Scheinalternative" sei "intellektuell unzumutbar und widerspricht unseres Ermessens dem öffentlichen Bildungsauftrag" - hhp

Erstellt von fv | | Deutsch | Anthropologie | Soziobiologie

Edward O. Wilson: Die soziale Eroberung der Welt: Zuerst die Ameisen und dann die ganze Welt - faz.net

Helmut Mayer bespricht ein neues Buch des Soziobiologen Edward O. Wilson: "Die soziale Eroberung der Erde. Eine biologische Geschichte des Menschen". Mayer weist nach, dass Wilson ohne Zweifel im Laufe seines Forscherlebens eine große Kompetenz in der Beschreibung von eusozialen biologischem Verhalten erlangt hat. Sein Spezialgebiet ist die Beschreibung von Ameisenpopulationen und deren Fortpflanzung. Der entscheidende Punkt aber ist der, dass Wilson in dem Buch nicht eigentlich auf das Verhalten von Ameisen zielt, sondern darauf, menschliches Verhalten zu erklären. Hier bietet er die Unterscheidung von "guten" Merkmalen, die aus einer so genannten Gruppenselektion stammen sollen und "schlechten" Merkmalen, die aus der Individualselektion stammen sollen. Hierauf richtet sich Mayers kluge Kritik, die darauf hinausläuft, dass das Methodenarsenal, das hilft, Ameisenpopulationen zu beschreiben, wissenschaftlich fragwürdig wird, wenn man es unbesehen auf Menschen übertragen will - fv

Erstellt von pts | | Physik | Englisch | Kosmologie

Alien Planets Able To Support Life May Number 60 Billion, Kepler Spacecraft Data Suggest - Huffingtonpost

Die Autorin erläutert, Wissenschaftler seien der Ansicht, dass es in unserem Universum von bewohnbaren Exoplaneten nur so wimmele. Eine Forschergruppe habe die Anzahl der bisher vermuteten bewohnbaren Planeten verdoppelt. Die Milchstraße alleine könne 60 Milliarden solcher Planeten beherbergen. Zu dieser neuen Annahme seien die Forscher gekommen, weil sie davon ausgingen, dass eine Wolkendecke Leben ermöglichen könnte. Als bewohnbar gelten Planeten wenn auf ihnen flüssiges Wasser vorkommt. Die Wolkendecke, so die Forscher, würde den Planeten abkühlen und könne so dafür sorgen, dass sich auf der Oberfläche des Planeten flüssiges Wasser befinden könnte. Diese Erkenntnis könnte nach Ansicht der Wissenschaftler helfen, flüssiges Wasser auf der Oberfläche von Planeten ausfindig zu machen, denn wenn ein Infrarot-Teleskop kalte Signale an einem Planeten aufspüren würde, könne man diese fast sicher als Wolken identifizieren, die auf Oberflächenwasser schließen lassen würden - pts