Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Theologie | Schöpfung

Gott, was meinen Sie dazu? - ZEIT Nr. 43 S. 45

Fiktives Gespräch mit Gott zum 500.Geburtstag von Michaelangelos Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Erstaunlich tiefsinnig und nachdenklich für das Format. Es geht um sehr viele zentrale theologische Fragen, immer bezogen auf die Darstellungen Michaelangelos. - al

Erstellt von hhp | | Atheismus | Theologie | Deutsch

Ansprache des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, bei der 12. Generalkongregation der Bischofssynode - ZENIT

Eine beachtliche Rede von Robert Zollitsch, die sich der Herausforderung der Säkularität differenziert stellt. Es wird deutlich gesehen, dass Religion nur eine von vielen Sinndeutungen darstellt. Neben dem Atheismus fordere aber vor allem der religiöse Indifferentismus heraus. Für die Sinndeutungen gelte nicht nur Pluralität, sondern eine Art postmoderner Bastelmentalität, der zufolge "Aussuchen und Auswählen geradezu zum Imperativ wird". Der Erzbischof beklagt dies nicht nur pessimistisch, sondern erblickt darin "auch eine Chance zur Neuevangelisierung". Denn er hält daran fest, "dass es im Menschen - wenn auch noch so verschüttet und verborgen - eine letzte Tiefe gibt, die auch mit dem allgemeinen Klima der Säkularität nicht verschwunden ist". Diese Tiefe gelte es freizulegen - hhp

Erstellt von hhp | | Nahtod-Erfahrung | Anthropologie | Neuer Atheismus | Englisch

Sam Harris' critique of Eben Alexander - Metaphysical Speculations

Bernardo Kastrup kommentiert die Sam-Harris-Kritik an der Deutung der Nahtoderfahrung von Eben Alexander (s. u.). Die Kritik beruhe letztlich auf einem alten materialistischen Einwand gegen Nahtoderfahrungen: Es könne nicht nachgewiesen werden, dass tatsächlich sämtliche Hirnfunktionen ausgeschaltet waren, und es sei denkbar, dass die Restfunktionen derartige Träume zusammenfabulierten. Die Frage sei aber die, wie ein beschädigtes Gehirn in der Lage sein soll, einen derart komplexen, kohärenten und scharfen Trip zum "Himmel" zu konstruieren. Kastrup vergleicht dies mit einem Auto, das normal fährt, obwohl alles bis auf die Zündkerzen defekt ist. Die Daten seien eine Herausforderung für neurowissenschaftliche Standarderklärungen, die man mit wissenschaftlichem Skeptizismus erst nehmen sollte, statt sie mit abartigen Spekulationen abzutun. In diesem Sinne nun wird Harris als unwissenschaftlich und populistisch manipulativ hingestellt - hhp