Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Altruismus | Anthropologie | Deutsch

Verhaltensforschung: Fatale Nächstenliebe - ZEIT NR. 4 S.31

Ohne Feinde gibt es auch kein Wirgefühl, so die vor allem mit dem Hormon Oxytocin begründete These des Artikels, der damit ein Fragezeichen hinter zahlreiche populäre Publikationen setzt. Ob man allerdings dem mit transportierten hormonellen Determinismus zustimmen muss, scheint fraglich. Der These des Artikels nach wäre Jesu Gebot der Feindesliebe und das alttestamentliche Gebot der Fremdenliebe vollkommen sinnfrei, dabei machen die hormonellen Befunde doch gerade deutlich, wie wichtig sie sind. Auf genetischer Ebene hat ja selbst Dawkins schon festgehalten: "We, alone on earth, can rebel against the tyrany of the selfish replicators." (The Selfish Gene) - al

Erstellt von hhp | | Dawkins | Soziobiologie | Evolution | Deutsch | Anthropologie | Atheismus

Forscher-Debatte über Religion und Evolution - wissenrockt.de

Der Artikel setzt noch einmal Michael Blumes Thesen über die evolutive Bevorzugung religiöser Gruppen in Kontrast zu Aussagen Richard Dawkins. Der Befund der höheren Kinderquote Religiöser gibt Blume nicht nur Anlass zu Freude, sondern könnte auch bedeuten, dass religiöse Fundamentalismen erstarken. Blume rät der Dawkins-Gruppe, die neuesten Forschungen von Robert Rowthorn zu diskutieren. Der Artikel selbst ist hochpolemisch, wird doch Religiosität undifferenziert mit Indoktrionation gleich gesetzt und auch die Theologien im Christentum verträten "menschenunwürdige und gefährliche Ideengebäude" - hhp

Erstellt von al | | Altruismus | Bioethik | Deutsch

Kein "Botenstoff der Liebe" - Das Ende des Kuschelhormons - sueddeutsche.de

Studien des niederländischen Psychologen Carsten de Dreu und seiner Kollegen zufolge erhöht das Hormon Oxytocin die Bereitschaft, anderen zu vertrauen und mit ihnen zu kooperieren - aber nur innerhalb der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt. Es ist demnach weniger ein "Botenstoff der Liebe" als vielmehr ein Hormon, das unseren Ethnozentrismus beeinflusst. Die Ergebnisse untermauern die Idee, dass sich neurobiologische Mechanismen im Allgemeinen und das Oxytocin-System im Besonderen entwickelt haben, weil sie die Koordination und Kooperation innerhalb einer Gruppe verstärken. Der Artikel bietet Hintergrundinformationen zu den Forschungsergebnissen, welche die ZEIT "fatale Nächstenliebe" titen liess (20.01.2011). - al