Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Wissenschaftstheorie | Deutsch

Glaube und Wissenschaft passen durchaus zusammen - evangelisch.de

Der Artikel von Ulrich Pontes protraitiert zwei Persönlichkeiten, für die Glaube und Wissenschaft gut zusammenpassen, die Physikerin Barbara Drossel und die Mathematikerin Elke Eisenschmidt. Während diese die klassische Unabhängigkeitsposition vertritt (die Naturwissenschaft antwortet auf das "Wie", der Glaube auf das "Warum" der Welt), hat Drossel in ihrem freikirchlichen Kontext verstärkt mit solchen zu kämpfen, die die Bibel wörtlich nehmen und von daher z.B. die Evolutionstheorie ablehnen. Ihre These, so ausgewiesene Experten wie in England gebe es zum Thema in Deutschland nicht, müsste allerdings relativiert werden. Das Gespräch ist hier anders gelagert, eben stärker an einer Unabhängigkeit der Positionen orientiert und deswegen vielleicht auch nicht so intensiv. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Kosmologie | Wissenschaftstheorie | Hawking

Die gottlose Welt des Stephen Hawking - bild der wissenschaft

Die 15-seitige Titelstory der Novemberausgabe der "bild der wissenschaft" schrieb Hawking-Kenner Rüdiger Vaas: Vielversprechende Lektüre. Vaas rezensiert den neuen Hawking wohlwollend, aber nicht unkritisch. So heißt es: Die Todeserklärung der Philosophie "ist keine Feststellung, sondern Provokation" (49); Hawkings Gottesbild sei einseitig (52); das Universum könne nicht aus dem absoluten Nichts entstehen (53) und: "Sicherlich können Hawking und Mlodinow die Existenz Gottes nicht ausschließen" (52). Fair von Vaas, dem als Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung nicht unbedingt theologische Apologetik unterstellt werden kann. Interessante Beigaben: Co-Autor Mlodinow wird aus dem Schatten Hawkings geholt und gewürdigt, gleichzeitig der Verdacht zerstreut, er sei Hawkings Ghostwriter. Markus Pössel wird als Fachlektor der deutschen Ausgabe vorgestellt - auch er sieht Hawking nicht unkritisch - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | PID

Präimplantationsdiagnostik: Vom Kinderwunsch zum Wunschkind - Deutsches Ärzteblatt

Der Titel "Vom Kinderwunsch zum Wunschkind" kennzeichnet die Positionierung des Artikels, der die PID kritisch beurteilt. Der Autor lässt keinen Zweifel aufkommen: "PID dient nun mal der Selektion", auch wenn euphemistisch anders etikettiert werde. Gegensteuern sei vermutlich erfolglos, da die Talfahrt auf der Rutschbahn, die seinerzeit von der IVF aufgerichtet wurde, nicht mehr gestoppt werden könne. Der eigenen Positionierung geht übrigens die Darstellung der Befürworter voran, die sich unter anderem an der Spannung zwischen straffreien Spätabtreibungen und verbotener PID abarbeiten. Der Artikel wird ergänzt durch zwei Kommentare die für (Reproduktionsmediziner Klaus Diedrich) und gegen (Michael Wunder vom Nationalen Ethikrat) die Zulassung der PID votieren - hhp