Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Präimplantationsdiagnostik: Vom Kinderwunsch zum Wunschkind - Deutsches Ärzteblatt

Der Titel "Vom Kinderwunsch zum Wunschkind" kennzeichnet die Positionierung des Artikels, der die PID kritisch beurteilt. Der Autor lässt keinen Zweifel aufkommen: "PID dient nun mal der Selektion", auch wenn euphemistisch anders etikettiert werde. Gegensteuern sei vermutlich erfolglos, da die Talfahrt auf der Rutschbahn, die seinerzeit von der IVF aufgerichtet wurde, nicht mehr gestoppt werden könne. Der eigenen Positionierung geht übrigens die Darstellung der Befürworter voran, die sich unter anderem an der Spannung zwischen straffreien Spätabtreibungen und verbotener PID abarbeiten. Der Artikel wird ergänzt durch zwei Kommentare die für (Reproduktionsmediziner Klaus Diedrich) und gegen (Michael Wunder vom Nationalen Ethikrat) die Zulassung der PID votieren - hhp

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Gendiagnostik: Merkel befürwortet Gewissensentscheid über PID - ZEIT ONLINE

Die unterschiedlichen Positionierungen zur Präimplantationsdiagnostik bedrohen den Koalitionsfrieden. Kanzlerin Merkel wie auch FDP- Generalsekretär Lindner plädieren für eine Gewissensentscheidung ohne Fraktionszwang. Die kommende Woche entscheide über das weitere Vorgehen. Bemerkenswert die Äußerung Lindners, wonach Merkels Ablehnung der PID "für eine Naturwissenschaftlerin überraschend" sei. Müssen sich denn Naturwissenschaftler automatisch dafür einsetzen, dass gemacht werden darf, was gemacht werden kann? Eine typische Fehlform der Normativität des Machbaren - hhp

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Fahndung nach Behinderungen: FDP und CDU im PID-Spagat

Der FAZ-Artikel stellt den Koalitionsdissens zur Präimplantationsdiagnostik in gesamtgesellschaftliche Kontexte, wo die Liberalisierer gegenüber den Wertkonservativen oft besser dastünden. Als Grund für den geringeren Zulauf mutmaßt der Autor, dass bioethisch konservative Positionen "zugleich auch diskriminierungsfeindlich und pluralismusfördernd sind". Diese Gleichsetzung bezweifelt der Kommentator Lutz Barth und geht eher vom Gegenteil aus - hhp