Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Dawkins | Neuer Atheismus

Freche Atheisten in Tutzing sind zu wenig - Rheinischer Merkur

Die deutsche Übersetzung von Dawkins' "The Greatest Show on Earth" lasse wieder einmal reichlich Religionkritik erwarten: "Die Schöpfungslüge. Warum Darwin Recht hat". Der Artikel stellt kurz den sog. neuen Atheismus vor, insbesondere Dawkins. Interessant ist der Hinweis, dass sich selbst Atheisten von dem missionarischen Eifer eines Dawkins distanzieren. Mit seinem "Krawallatheismus" leiste Dawkins - so Joachim Kahl - dem Atheismus einen "Bärendienst". Der wichtigste Vorwurf des Artikels richtet sich an die Kirchen und ihre Bildungseinrichtungen, die den neuen Atheismus verschlafen, statt sich auf allen Ebenen inhaltlich mit seinen Thesen auseinander zu setzen - hhp

Erstellt von al | | Sterbehilfe | Bioethik | Deutsch

Sterbehilfe: Schwarze Schafe? | Wissen | ZEIT ONLINE

Offiziell lehnen Palliativmediziner die aktive Sterbehilfe ab. In einer Befragung der Ruhr-Universität Bochum gaben manche deutsche Palliativmediziner aber zu, dass sie ihren Patienten das Sterben erleichtern. Und mehr noch: dass sie es mitunter sogar aktiv verkürzen. Dieser Befund sorgte beim Jahrestreffen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Anfang September in Dresden für einige Aufregung, denn er wirft Fragen auf: Handelt es sich um schwarze Schafe der Zunft, die zurechtgewiesen werden sollten? Oder hat sich im Widerspruch zu der idealistischen Selbstbeschränkung längst eine abweichende Praxis etabliert? Christof Müller-Busch, bis zum Jahrestreffen noch Präsident der DGP, distanzierte sich von den Formulierungen des Studienergebnisses, obwohl er selbst bei der Studie beteiligt war. Studienleiter Vollmann dagegen resümiert: Die offiziellen Verlautbarungen zum ärztlichen Standesethos stimmen offenbar nicht mit den moralischen Bewertungen und Handlungen überein. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Interdisziplinarität | Wissenschaftsgeschichte | Benedikt XVI.

"Welt braucht Wissenschaftler mit Gewissen" - Erzbischof Zollitsch: Bildung ist nicht nur Vermehrung von Wissen - Erzdiözese Freiburg

Aus der Predigt, die Erzbischof Zollitsch vor der Görres-Gesellschaft hielt, zitiert der zusammenfassende Beitrag als Kerngedanken: "Wissen und Gewissen gehören untrennbar zusammen". Ein Link führt zum Volltext der Predigt, in der Zollitsch mit dem Papst für einen weiten Vernunftbegriff plädiert, um zu verhindern, "dass die Vernunft sich ... letztlich dem Druck der Interessen und der Frage der Nützlichkeit beugt", wie Benedikt formuliert hat. Ganzheitlichkeit und Weite ist das Motto, was Zollitsch schließlich mit der "Ermutigung zur Interdisziplinarität" verbindet - hhp