Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Atheismus

Atheismus: Diesseits von Gut und Böse | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Der Artikel zielt auf eine "Verteidigung der Gottlosen gegen ihre unermüdlichen Gegner". Dem Atheisten wird oft vorgehalten, auch er habe einen Glauben: daran eben, dass es Gott nicht gibt. Weil sich aber weder Existenz noch Nichtexistenz Gottes beweisen lasse, stünde es gewissermaßen null zu null, und der Rest sei halt »Glaubenssache«. Nach heute gültiger Argumentationslogik hat der Atheist aber keinen Grund, an seiner Gottlosigkeit zu zweifeln. Richtig ist allerdings auch, dass jeder Mensch in Gefahr steht, einer Ideologie anheimzufallen. Das hat Ursachen, die jenseits der Vernunft liegen und mit Argumenten allein können diese Triebkräfte nicht neutralisiert werden. Doch sich dem Ruf des Glaubens zu verweigern, sei eine Lebenskunst. Nun, wenn es auf einem so hohen Niveau wie in diesem Artikel geschieht, sei dem nicht widersprochen. Auch angesehene Theologen wie Eberhard Jüngel werden zitiert: Jeder Mensch kann »menschlich sein ohne Gott«. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Kosmologie | Hawking

Zehn hoch fünfhundert . . . - DiePresse.com

Rudolf Taschner, Mathematiker und Wissenschaftler des Jahres 2004, geht zunächst kritisch an die naturwissenschaftlichen Grundlagen des neuen Hawking-Buches heran. Die sog. M-Theorie sei "ein höchst spekulatives Konzept", und die benötigten 10 hoch 500 Universen, die sich permanent noch vervielfachen, lieferten unfassbare Zahlengiganten. Als Mathematiker weiß Taschner genauso wie Hawking, wovon er spricht, und urteilt: "Astrologie, Vogel- und Eingeweideschau sind im Vergleich zu solchem Irrwitz seriös". Noch unseriöser erscheinen Taschner Hawkings theologische Deutungen. Diese seien nicht ernsthaft zu diskutieren, dienten sie doch "allein der Vermarktung" - hhp

Erstellt von al | | Giordano-Bruno-Stiftung | Deutsch | Atheismus

Atheismus in Zahlen: Erlösung unerwünscht | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Wen soll man zu den Atheisten zählen? Die Schar der Atheisten wurde auf weltweit 262 Millionen geschätzt, die Zahl der Agnostiker auf 1,071 Milliarden. Zusammen also 1,333 Milliarden Menschen ohne Religion – das Phänomen ist weitverbreitet. Was sind das für Leute? Es gibt mehr Atheisten als Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen, und es gibt mehr Agnostiker als Menschen, die sich als unreligiös bezeichnen. Der Tübinger Religionssoziologe Günter Kehrer, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, konstatiert: »Die Atheisten scheinen in ihrer Mehrheit kein Bedürfnis zu haben, sich als Atheisten zu organisieren.« Fazit des Artikels: Unsere Wahrnehmung von Religion hat sich verändert, aber unsere Wahrnehmung von Nichtreligiösen ist unterentwickelt. Deren Charakteristika: Gott ist ihnen gleichgültig (geworden). So müssen sie sich auf ihre Erfahrungen oder die Wissenschaft verlassen. Auch der Gedanke an Erlösung ist ihnen völlig fremd. - al