Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | PID | Bioethik | Deutsch

Retorten-Embryonen: Prüfung am Beginn des Lebens - ZEIT Nr. 28 S. 31-32

Ein Berliner Gynäkologe hat Präzedenzfälle geschaffen und bei erblich vorbelasteten Paaren Gentests an Embryonen vorgenommen (PID). Anschließend pflanzte er den Frauen nur jene Embryonen ein, die keinen Erbdefekt aufwiesen. Ein solcher Gencheck war nach Auffassung der meisten Juristen und Ärzte in Deutschland verboten, wurde aber jetzt vom BGH erlaubt. Die künstliche Befruchtung braucht zwar neue Regeln, für ausreichende Rechtssicherheit hat das Urteil allerdings keinesfalls gesorgt. So sprechen die Richter von »schwerwiegenden genetischen Schäden«, die mit PID ausgeschlossen werden dürften. Aber welche Krankheiten betrifft das? Die bestehende Unsicherheit in einer so zentralen Angelegenheit wie dem Beginn des Lebens ist inakzeptabel, so der Artikel von M. Spiewak. Er schlägt vor, den Ärztekammern könnten Kommissionen aus Medizinern, Patienten und Experten helfen. Aber spielt bei einer solchen Frage die jeweilige religiöse Orientierung und damit die Theologie etwa keine Rolle? - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | PID

Urteil zur Präimplantationsdiagnostik - Der Embryo als Produkt

Der bekannte Buchautor, Journalist und Mediziner Werner Bartens sieht das Urteil des BGH, die Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Feststellung schwerer genetischer Schäden zuzulassen, in mehrfacher Hinsicht kritisch. So werde zum einen der Machbarkeitswahn, gesundes Leben jederzeit planen zu können, verstärkt. Zudem sei es schwierig, die Schwere eines genetischen Schadens und den tatsächlichen Krankheitsverlauf einzuschätzen (z. B. Mukoviszidose). Schließlich erhöhe sich der Rechtfertigungsdruck von Eltern behinderter Kinder, deren "Krankheit" nicht mehr Folge des Schicksals, sondern Folge unterlassener Diagnostik ist - hhp

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Bundesgerichtshof zur PID: Moralische Fragen sollten politisch entschieden werden - ZEIT ONLINE

Der BGH sprach den Arzt frei, der Eltern durch Gendiagnostik zu gesunden Kindern verhalf. Eine gesellschaftliche Debatte wäre angemessener gewesen. Ein Kommentar