Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropisches Prinzip | Kosmologie | Dawkins | Anthropologie

Wird E.T. aussehen wie wir? - Spektrum der Wissenschaft

In dem Artikel diskutiert der US-amerikanische Sachbuchautor Michael Shermer seine These, dass außerirdisches intelligentes Leben zwar wahrscheinlich ist, ein menschenähnliches Aussehen dagegen eher unwahrscheinlich sei. Der Artikel bezieht dabei zwei Stellungnahmen Dawkins' ein, der die Wahrscheinlichkeit humanoider Lebensformen optimistischer einschätzt. Interessant finde ich jenseits der Meinungsverschiedenheit, dass das Vorkommen weiteren intelligenten Lebens im Universum (wie auch immer gestaltet) völlig unstrittig zu sein scheint. Wenn dem so sein sollte, wäre der Mensch - gegen Jacques Monod - durchaus kein "Zigeuner am Rande des Universums", sondern Ausdruck einer Tendenz des Universums, zu intelligentem Leben zu führen. - hhp

Erstellt von al | | Wunder | Deutsch

"Gott macht kein großes Trara, wenn er Wunder tut" - evangelisch.de

Colin Humphreys, Physikprofessor und Autor eines Buches über Wunder, meint dass Gott in der Regel im Einklang mit der Natur handelt, um seine Wunder zu vollbringen, das heißt ohne dass Naturgesetze verletzt werden. Nur manchmal reicht ihm das nicht. Zunächst sollte immer nach natürlichen Erklärungen gesucht werden. Aber es gebe Fälle wo es keine natürliche Erklärung geben kann, wie bei der Auferstehung. Man könnte dagegen aber auch sagen: die Auferstehung war mehr als ein Wunder. Und ist ein Gott, der die von ihm erlassenen Naturgesetze mal gelten lässt, und mal nicht, nicht ein ziemlich willkürlich handelnder Gott? - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Soziobiologie | Evolution | Anthropologie

Evolution: Spie ein Vulkan die Götter aus? - DiePresse.com

Es ist trendy, Religion evolutionstheoretisch neu zu entdecken. So auch bei einer neuen These, die das Rätsel angeht, dass der moderne Mensch den Neandertaler verdrängt hat. Danach ließ ein Vulkanausbruch vor 73 tsd. Jahren den Überlebensvorteil von Religion zutage treten: Gläubige haben eine kooperative Innen-, aber eine aggressive Außenmoral - was dem Neandertaler zum Verhängnis wurde. Zu Recht hält der Autor des Artikels die These für reichlich spekulativ, zumal auch der Neandertaler religiös gewesen sein mag - hhp