Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Religion und Evolution: Von Darwin bis Dawkins - IQ - Wissenschaft und Forschung - Bayern 2 - BR

Das Feature von Daniel Knopp berichtet von der Wiederentdeckung des Religiösen durch die Evolutionsbiologie - ganz im Gegenzug zu Dawkins' Abwertung von Religion als Wahnvorstellung. Knopp stellt den Nutzwert von Religion und damit ihren Selektionsvorteil heraus: die größere 'reproduktive Fitness' religiöser Menschen (M. Blume). Religion als Überlebensvorteil: Ein nachdenkenswerter Beitrag, auch wenn Religion hier funktionalistisch auf den Nutzwert reduziert wird. Knopp will die Vereinbarkeit von Religion und Evolution schon bei Charles Darwin verorten. Dessen Evolutionstheorie sei "auch eine Weiterentwicklung seiner theologischen Grundausbildung", die er bei seinem Lehrer William Paley erhalten hat. Dies ist allerdings eine allzu harmonisierende Darstellung, da sich Darwin an entscheidender Stelle von Paley, dem Vater des Intelligent-Design-Arguments, absetzt. Darwin konzentriert sich auf die Zweitursachen und will damit nicht die göttliche Erstursache beweisen (E.-M. Engels)!! - hhp

Erstellt von hhp | | Wissenschaftstheorie | Evolution | Deutsch | Darwin

Der französische Naturforscher Buffon ging Charles Darwin um hundert Jahre voraus - OnlineReports

Der Artikel würdigt Buffon als Pionier der beginnenden Naturwissenschaft. Paradigmatisch zeige sich an seinem Werk, wie sich der wissenschaftliche Geist formiert. Buffons "Allgemeine Naturgeschichte" versuchte das gesamte Wissen über die Natur zu systematisieren. Buffons methodisches Vorgehen fasst der Autor mit den Begriffen "Sehen und Verstehen" - ganz in Goehteschem Sinne - zusammen, wobei Buffon das Ähnliche zu verbinden, das Unähnliche zu trennen suchte. Das Ergebnis war eine systematische Ordnung, die auch den Menschen "in die Klasse der Tiere" einordnete. Das Missfallen kirchlicher Kreise hätte dabei auch sein Verständnis der Natur als "Schauplatz der göttlichen Macht" nicht besänftigen können. Diese "Kränkung" des Menschen, die sich bis heute in den Widerständen gegen die Evolutionstheorie zeigt, setzt also bereits bei Buffon als frühen Vertreter des Evolutionsgedankens und "Vorläufer und Wegbereiter von Charles Darwin" an - hhp

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EDU-Kantonsräte wollen Gott und Darwin gleichstellen - Tagesanzeiger Zürich

Der Tagesanzeiger berichtet von dem Versuch dreier EDU-Kantonsräte, die Schöpfungslehre in der Schule wie ein naturwissenschaftliches Fach unterrichten zu lassen. In Form eines kontroversen Gesprächs zwischen Kantonsrat Stefan Dollenmeier und Sektenexperte Hugo Stamm werden Argumente diskutiert. Neben dem unsinnigen Titel ("Gott und Darwin gleichstellen") bietet der Beitrag auch eine unzureichende Definition an, wenn Kreationismus die "Lehre der Schöpfung vor dem Hintergrund biblischer Schriften" sein soll. Diese Kennzeichnung triff auch auf eine moderne Schöpfungstheologie zu, wenn "vor dem Hintergrund" nicht "in wortwörtlichem Verständnis" meint. Allzu oft wird diese undifferenzierte Gleichsetzung von Kreationismus, Intelligent Design und moderner Schöpfungstheologie strategisch missbraucht (siehe Dawkins), um das Kind mit dem Bade auszuschütten, sprich: um mit dem Kreationismus Religion insgesamt lächerlich zu machen.