Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | McLeroy | Schule | Deutsch | Intelligent Design | Kreationismus

Evolutionstheorie im Unterricht: Kreationismus durch die Hintertür - FAZjob.NET

In Texas konnte der Kreationismus einen kleinen Erfolg feiern (siehe unsere englische Presseschau). Obwohl die Formel, im Schulunterricht seien "Stärken und Schwächen" der Evolutionstheorie zu behandeln, gestrichen werden musste, erreichte der kreationistische Leiter des Bildungsausschusses Zugeständnisse an zwei markanten Stellen: Das "plötzliche Auftauchen" neuer Arten sei ebenso kritisch zu hinterfragen wie die "Komplexität der Zelle". Beide Vorgaben sind zentrale Säulen im Argumentationsgebäude von Kreationismus und Intelligent Design. Der FAZ-Artikel weist auf die Spannung der texanischen Entscheidung zu den Urteilen des wichtigen "Kitzmiller"-Prozesses von 2005 hin, in dem der Versuch der Schulbehörde von Dover, "Intelligent Design" als Alternative zur Evolutionstheorie in den Unterricht einzuschleusen, als verfassungswidrig abgewiesen wurde (ausführlich dokumentiert: www.forum-grenzfragen.de/aktuelles/news/archiv/0601-intelligent-design-aus-der-schule-verbannt.php) - hhp

Erstellt von hhp | | Anthropologie | Deutsch | Pressearchiv | Theologie | Soziobiologie | Evolution

Religion: Ist Glaube ein Produkt der Evolution? | Frankfurter Rundschau - Wissen & Bildung

Um die Frage, ob religiöser Glaube ein Evolutionsprodukt ist, versammelt der Beitrag 4 verschiedene Positionen. Für den Theologen Gerd Theißen hat Religion als "Eros zum Sein" einen ähnlichen biologischen Nutzwert wie erotische Verliebtheit. Auch der Religionswissenschaftler Michael Blume und der Wissenschaftstheoretiker Franz Wuketits sind sich einig, dass Religion einen evolutiven Nutzen darstellt - soweit die empirische Grundlage. Uneinig sind sie darin, ob Religion ein reines "Hirngespinst" ist (Wuketits), oder ob sich hinter Religion eine "höhere Wahrheit" verbirgt (Blume). Dem Theologen Richard Schröder ist das evolutionstheoretische Denken in Zweck-Mittel-Relationen schon im Ansatz suspekt: "Die Frage nach dem Gebrauchszweck passt nicht auf Gott" - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Wissenschaftstheorie | Intelligent Design | Evolution | Darwin | Dawkins

Religion und Evolution: Von Darwin bis Dawkins - IQ - Wissenschaft und Forschung - Bayern 2 - BR

Das Feature von Daniel Knopp berichtet von der Wiederentdeckung des Religiösen durch die Evolutionsbiologie - ganz im Gegenzug zu Dawkins' Abwertung von Religion als Wahnvorstellung. Knopp stellt den Nutzwert von Religion und damit ihren Selektionsvorteil heraus: die größere 'reproduktive Fitness' religiöser Menschen (M. Blume). Religion als Überlebensvorteil: Ein nachdenkenswerter Beitrag, auch wenn Religion hier funktionalistisch auf den Nutzwert reduziert wird. Knopp will die Vereinbarkeit von Religion und Evolution schon bei Charles Darwin verorten. Dessen Evolutionstheorie sei "auch eine Weiterentwicklung seiner theologischen Grundausbildung", die er bei seinem Lehrer William Paley erhalten hat. Dies ist allerdings eine allzu harmonisierende Darstellung, da sich Darwin an entscheidender Stelle von Paley, dem Vater des Intelligent-Design-Arguments, absetzt. Darwin konzentriert sich auf die Zweitursachen und will damit nicht die göttliche Erstursache beweisen (E.-M. Engels)!! - hhp