Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolution | Giordano-Bruno-Stiftung | Kreationismus | Dawkins

Evolution kann Existenz von Kreationisten nicht erklären - Evo-Magazin

Richard Dawkins habe eingeräumt - so die website zum 200. Geburtstag von Charles Darwin -, dass die Evolutionstheorie "die fortgesetzte Existenz von Kreationisten" nicht erklären könne. Theoretisch hätte eine Spezies, die in so grundlegendem Widerspruch zur Realität lebe, längst aussterben müssen. Für das Evo-Magazin ist dies "ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit der Evolutionswissenschaft". Wenn man weiß, dass die Seite von der Giordano Bruno Stiftung und der AG Evolutionsbiologie betrieben wird, bestätigt sich die vage Ahnung, dass dies Eingeständnis nicht ganz ernst gemeint ist ;-) - hhp

| Deutsch | Intelligent Design | Kreationismus | Evolution

Deutsche Biologen sprechen international mit einer Stimme für Darwins Evolutionstheorie - idw

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) berichtet von der engen Kooperation des Deutschen Nationalkomitee (DNK) der Biologen mit dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) und deren gemeinsame und einmütige Zurückweisung antidarwinistischer Strömungen. Leider wirft der Artikel des idw Kreationismus und Intelligent Design undifferenziert in einen Topf.

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Gestalten ohne Gestalter - Charles Darwin und die Evolution - sueddeutsche.de

Der Artikel rückt dem Kernargument der Intelligent-Design-Protagonisten zu Leibe: der "irreduziblen Komplexität". Das Argument geht davon aus, dass komplexe Organe nur als Ganzheit funktionieren und damit nur als Ganzheit einen Selektionsvorteil haben können ("Was nützt ein halbes Auge"). Ein Auge könne also nicht über lange Zeiträume in kleinen Schritten entstanden sein, wie die Evolutionstheorie annimmt. Demgegenüber macht der Artikel an den Beispielen Auge, Flügel und Bakterienflagelle (Klassiker der ID-Argumentation) plausibel, dass es funktionsfähige, und damit vorteilhafte Zwischenstufen geben kann. Der Schluss von einem momentanen Unwissen auf eine grundsätzliche Unerklärbarkeit (die dann den Eingriff eines intelligenten Designers erforderlich macht) ist eben ein Fehlschluss, wie die genannten Beispiele empirisch unterfüttern - hhp