Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolution

Der Mann, der Charles Darwin auf den Kopf stellt - Welt

Jeremy England und seine vermeintlich neue Theorie zur Lebensentstehung (Leben nicht zufällig, sondern notwendig) sorgen mal wieder für Schlagzeilen. Im Januar mutmaßte man, dass er die Kreationisten das Fürchten lehre (siehe 13.01.), im vorliegenden Artikel nun stellt er "Darwin auf den Kopf", ja er könnte "zum neuen Darwin werden". Derart geködert findet man beim Lesen jedoch bescheidenere Töne: Den Darwinismus "stellt England nicht infrage", nur ringe er um genauere Quantifizierung und Formalisierung, verbleibt bisher allerdings "im Stand der Spekulation". Der jüdische Forscher England brauche übrigens keinen religiösen Konflikt zu befürchten: Das Judentum habe "keine Probleme mit den Lebenswissenschaften", während indes "Christentum und Darwinismus einander eher widersprechen". Mehr als diese Vorurteile und Spekulationen hat der Artikel kaum zu bieten, mal abwarten, was die Peer-Review-Begutachtung des neuen England-Artikels ergeben wird. - hhp

Erstellt von fv | | Deutsch | Kosmologie | Physik

Kosmologie und Elementarteilchenphysik

Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie Spannende Experimente finden zur Zeit zu einer genaueren Bestimmung der Antimaterie statt. In diesem Artikel wird ausführlich beschrieben, wie neue experimentelle Möglichkeiten möglicherweise Aufschluss darüber geben können, warum die erhebliche Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie in unserem Universum besteht. Im Grunde ist das eine Frage, die dringend bearbeitet werden muss, da die bisherigen Theorien keine Begründung für die Asymmetrie geben können. Die Kosmologie geht von einer anfänglichen Gleichverteilung von Materie und Antimaterie aus und die Elementarteilchenphysik kann nicht die Bevorzugung der einen gegenüber der anderen begründen. Hier deuten sich möglicherweise fundamentale Veränderungen oder Erweiterungen der bisher bekannten Theorien an! - fv

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolutionismus | Soziobiologie

Professor gegen Genderforschung: "Jung, attraktiv, muss gut kochen können" - Spiegel online

Der Artikel fasst die Reaktionen auf die gegen die Genderforschung gerichteten Äußerungen des Biologen Ulrich Kutschera mit entsprechenden Links auf die Originalquellen zusammen. Stein des Anstoßes war ein Interview des Biologen, in dem er die Genderforschung mit Krebsgeschwür und Kreationismus verglich und (mal wieder) die Überlegenheit der 'faktenbasierten' Naturwissenschaft über andere Wissenschaften, wie z. B. die "Sozialkunde", beschwor. Der Asta beschwerte sich, und die Hochschulleitung mahnte den "Respekt gegenüber anderen wissenschaftlichen Disziplinen" an. Kutschera reagierte seinerseits mit dem Hinweis, er habe schließlich rein fachwissenschaftlich argumentiert. Eine fachwissenschaftliche Bescheidenheit merkt man allerdings Pauschalurteilen wie "Männer wollen einfach eine nette Frau, mit der man nicht viel diskutieren muss" kaum an. Sind Männer nur "Urviecher", oder vielleicht doch auch Kulturwesen? - hhp