Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Anthropologie | Deutsch

"Das haben wir alles gelernt"

Was genau den Menschen vom Affen unterscheidet ist seit Jahrzehnten Thema des Forschers Michael Tomasello. Im Keim seien Konflikte, wie sie in diesen Tagen wieder deutlich auf der Welt zu Tage treten, auch im Affen angelegt; doch das Spezifische des menschlichen Terrors habe keinen Vergleich im Leben der Affen. Tomasello sieht nun auch positive Besonderheiten im Menschen, so seine Kooperationsfähigkeit, seine Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen. Dies begründe die Kultur. Von daher der Titel des Artikels ... Das haben wir alles gelernt! - al

Erstellt von fv | | Astronomie | Deutsch

Forscher finden organisches Molekül im All

Wieder Neuigkeiten aus dem Weltraum Einer Forschergruppe des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie ist es offenkundig gelungen, Moleküle in einem 27000 Lichtjahre entfernten Materieansammlung zu finden, die den Molekülen der Aminosäuren ähnelt. Das Besonder ist, dass in der Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung ein Kohlenstoffatom abgewinkelt an dem Molekül anhaftet. Die chemische Bezeichnung lautet: i-C3H7CN. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Bausteine lebender Organismen auf der Erde auch außerhalb der Erdatmosphäre anzutreffen sind. - fv

Erstellt von fv | | Deutsch | Kosmologie

Gravitationswellen vom Urknall

Gravitationswellen vom Urknall? Wir hatten in diesem Forum auf die Meldung von Entdeckungen des Teleskops Bicep2 am Südpol hingewiesen. Messungen gaben dort Hinweise auf Gravitationswellen, die aus Vorgängen kurz nach dem Urknall zeugen. Doch nun gibt es erhebliche Fragen zur Validität dieser Ergebnisse. Es steht die Frage im Raum, ob die beobachteten Wirbel nicht eher aus Störungen durch Staub in der Milchstrasse resultieren denn aus dem Anfang des Universums. Diese Diskussion zeigt vor allem, wie komplex die Verhältnisse sind, wenn man vom Urknall redet. In manchen Veröffentlichungen entsteht der Eindruck, man müsse nur genau hinsehen und schon zeigen sich die Folgen des Urknalls. Tatsächlich aber ist das, was wir mit "Urknall" betiteln ein ungeheuer komplexer Prozess, Messungen dem zuzuordnen geht nur mit einer erheblichen Interpretationsleistung. Das macht die Wissenschaft spannender, aber es zeigt auch, wie vorsichtig man mit plakativen Aussagen im öffentlichen Raum umgehen sollte! - fv