Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Nobelpreisträger erklärt Urknall-Messungen - Welt

Für den Astrophysiker Brian Schmidt sind die neuen Erkenntnisse zum Urknall u. a. deshalb so wichtig, weil deutlich wurde, dass Gravitation anders funktioniert als bisher angenommen: Die Ausdehnung des Universums beruhe nicht auf einer zusätzlichen Kraft, sondern auf einer Eigenschaft der Gravitation selbst. Um die inflationäre Ausdehnung aber wirklich verstehen zu können, müssten die Theorien der Gravitation und der Quantenphysik noch zur so genannten Weltformel zusammengebracht werden. Auch wenn bislang keine Evidenzen vorlägen, könne die Existenz paralleler Universen nicht ausgeschlossen werden. Auch ein Nachweis solcher Parallelwelten sei nicht undenkbar. Es könne ein Informationsleck geben, das die verschiedenen Universen verbinde, es könnte aber auch eine vollständige Trennung geben. - hhp

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Auf Tuchfühlung mit dem Urknall - FAZ Blogs

Mit gut gemeinten Metaphern aus dem Alltag versucht die Physikerin und Philosophin Sibylle Anderl in einem ausführlichen Beitrag dem Nichtphysiker die Neuentdeckungen zur kosmischen Inflation anschaulich zu machen. Ob der Hinweis, dass "Abweichungen von einer flachen Geometrie 'glatt gebügelt'" werden, dem Verständnis dienlich sind, wage ich zwar zu bezweifeln. Aber jetzt weiß der Leser immerhin, dass die Inflation "erfunden" wurde, um kosmologische Probleme zu erklären. Testbar ist dieses Konstrukt, insofern es prinzipiell messbare Konsequenzen impliziert, wie z. B. die Aussendung von Gravitationswellen. Deren Auswirkung auf die kosmische Hintergrundstrahlung ist nun durch das sog. BICEP2 Experiment nachgewiesen worden - wenn sich die schon jetzt als "beeindruckend robust" eingestuften Ergebnisse weiterhin als belastbar erweisen. - hhp

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Urknall im Mittelalter - Süddeutsche

Passend zur derzeitigen Urknalleuphorie erinnert sich die Süddeutsche mit einem interdisziplinären Forscherteam aus Durham an den mittelalterlichen Bischof Grosseteste, der die Idee entwickelt habe, "eine Art Urknall könne am Anfang des Universums gestanden haben". Die Forscher haben die Idee formalisiert und durchgerechnet, das Ergebnis erinnere an die Theorie eines Multiversums. Kirchlichem Ärger sei er entgangen, da er physikalische Fragen nicht auf Glaubensfragen übertragen habe. - hhp