Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Atheismus | Theologie | Deutsch

Ansprache des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, bei der 12. Generalkongregation der Bischofssynode - ZENIT

Eine beachtliche Rede von Robert Zollitsch, die sich der Herausforderung der Säkularität differenziert stellt. Es wird deutlich gesehen, dass Religion nur eine von vielen Sinndeutungen darstellt. Neben dem Atheismus fordere aber vor allem der religiöse Indifferentismus heraus. Für die Sinndeutungen gelte nicht nur Pluralität, sondern eine Art postmoderner Bastelmentalität, der zufolge "Aussuchen und Auswählen geradezu zum Imperativ wird". Der Erzbischof beklagt dies nicht nur pessimistisch, sondern erblickt darin "auch eine Chance zur Neuevangelisierung". Denn er hält daran fest, "dass es im Menschen - wenn auch noch so verschüttet und verborgen - eine letzte Tiefe gibt, die auch mit dem allgemeinen Klima der Säkularität nicht verschwunden ist". Diese Tiefe gelte es freizulegen - hhp

Erstellt von al | | Einstein | Deutsch

Einstein-Brief bei Ebay - "Die Bibel ist eine Sammlung primitiver Legenden" - sueddeutsche.de

Einstein hat sich zu den Themen Gott und Religion immer wieder geäußert, seine Erklärungen waren jedoch manchmal missverständlich. Klarheit soll ein privater Brief Einsteins verschaffen, der jetzt auf Ebay versteigert wird. Offensichtlich war Einstein gegenüber den verfassten Religionen sehr kritisch, hatte jedoch seine eigene Form von Religiösität gefunden. Dass der Artikel dann Einsteins kritische Haltung zum eigenen Judentum mit der aktuellen Beschneidungsfrage in Beziehung setzt, ist ein echter Anachronismus. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Physik | Wissenschaftstheorie | Wissenschaftsgeschichte

Zwei Leben für Schrödingers Katze - Zeit online

Vielen mag das Gedankenexperiment Erwin Schrödingers bekannt sein, wonach eine von den Gesetzen der Quantenwelt heimgesuchte Katze gleichzeitig tot und lebendig ist - was einmal mehr die Differenz von Quanten- und Alltagswelt verdeutlicht. Bei dem Artikel und dem Physik-Nobelpreis geht es um die praktische Umsetzung des Gedankenexperiments, wobei nun - statt der Katze - Atomkerne und Lichtquanten in einen Doppelzustand gebracht werden. Der dadurch in Aussicht gestellte Quantencomputer ist aber genauso Zukunftsvision wie der therapeutische Nutzen, der beim Medizin-Nobelpreis in den Blick gerät - hhp