Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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PID-Beschluss im Bundestag: Wünsch dir was - The European

Katrin Grüber, die Leiterin des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft bedauert die Entscheidung des Bundestags zur PID. Sie befürchtet insbesondere, dass eine dauerhafte Begrenzung des Anwendungsbereichs der PID nicht möglich ist. Mit Verweis auf die Erfahrungen in anderen Ländern geht sie davon aus, dass die getroffenen Verfahrensregelungen auf Dauer nicht verhindern können, dass die PID qualitativ immer weiter auf eine steigende Anzahl von Krankheiten und Behinderungen ausgedehnt werden wird. Als problematisch sieht sie auch den ungeklärten Umgang mit bei der Diagnostik erhaltenen Überschussinformationen, sowie den ungeklärten Umgang mit dem höheren Bedarf an Embryonen für das Verfahren. Die Befürworter der PID sieht sie nun in der besonderen Verpflichtung, die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Behinderung als Teil menschlicher Vielfalt ansieht, in dieser Hinsicht umzusetzen - pk

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PID-Entscheidung: Welchen Embryo meint ihr? - FAZ.NET

In der PID-Entscheidung im Bundestag ging es um die Auswahl und den Schutz des frühesten, künstlich gezeugten Embryos. Das Embryonenschutzgesetz ist in der Hinsicht aber heillos veraltet, geht es doch von der Abgrenzung der totipotenten Zelle gegen die pluripotente Zelle aus. Zu dem Zeitpunkt, als es beschlossen wurde, war die Technik noch nicht entwickelt worden, mit der aus embryonalen, pluripotenten Stammzelllinien neue Individuen erzeugt werden können. Nun muß das Regelwerk überdacht werden. Das denkbare Kriterium, all diese Zellen strafrechtlich vor Manipulationen zu schützen, ist unmöglich. Um eine konsistente Basis zu erhalten, indem zum Beipiel all diese Zellen als totipotent eingestuft werden, müssten wesentliche Bereiche der aktuellen Medizin kriminalisiert werden. Der Artikel bietet einen anderen, sinnvolleren Ausweg an. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | PID

Reproduktionsmedizin: Für den Kinderwunsch in die Klinik im Ausland - ZEIT ONLINE

Nachwuchs dank PID oder Eizellspende: Kinderwunschkliniken in Europa locken mit Methoden, die in Deutschland verboten sind. Für einige Paare sind sie die letzte Hoffnung. In den Zentren werden inzwischen wohl jährlich schon rund 15.000 Patientinnen behandelt. Ein Beispiel für die notwendige Harmonisierung zumindest der europäischen Rechtsprechung, insbesondere wenn man bedenkt, dass Beratung zu der Angelegenheit, auch über medizinische Aspekte, bereits als Beihilfe zu einer Straftat gewertet werden kann. - al