Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Venter | Deutsch | Bioethik | Synthetische Biologie

Synthetische Biologie: Eine neue Lebensform - FAZ.NET

Chemikern ist es gelungen, künstliches Leben nach dem Vorbild der Evolution erschaffen, allerdings mit einem Baustein im Genom, den die Natur nicht nutzt. Im Vergleich zu Craig Venters bahnbrechendem Versuch vom letzten Jahr ein weiterer Schritt in Richtung synthetischen Lebens, der aber auf natürlicheren Prinzipien beruht. Für die Umwelt drohe keinerlei Gefahr: "Ein Organismus, der einen künstlichen Baustein braucht, den es in der Natur gar nicht gibt, stirbt, wenn er mal tatsächlich unbeabsichtigt in die Umwelt gelangt, sofort ab. Er kann sich nicht vermehren und auch seine Gene nicht verbreiten." So heißt es. Tatsächlich hat der entwickelte Organismus aber noch den "Defekt", im Zweifelsfall auch wieder auf seinen natürlichen Bestandteil zurückgreifen zu können. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Theodizee | Tree of Life (Film)

„The Tree of Life“ - Die Theodizee nach Terrence Malick - Cicero

Für Constantin Magnis stellt sich der Film The Tree of Life der "vielleicht schwierigsten Frage der Christenheit", nämlich der Frage nach dem Leid angesichts eines gütigen Gottes. Er versuche, Schönheit und Grauen der Natur zusammen zu bringen, und auch die Familiengeschichte "in den geheimnisvollsten aller Kontexte, in das Gesamtwerk eines Schöpfergottes" einzuordnen. Der Film sei eigentlich Gebet und christliche Verkündigung, und enttäuschend sei, dass sich das deutsche Feuilleton darüber nicht empöre - hhp

Erstellt von al | | Organtransplantation | Deutsch | Bioethik | Hirntod

Aus einer Leiche geboren - SPIEGEL 25/2011

Die aufwühlende Geschichte des Kindes einer hirntoten Mutter stellt das gewissermassen kanonische Hirntodkriterium in Frage, dass Voraussetzung für die Organentnahme ist. Das bisherige Hirntod-Konzept besagt, dass der Körper nach dem endgültigen Absterben des Gehirns unweigerlich und rasch in seine Einzelteile zerfällt, weil das zentrale Steuerungsorgan, das Gehirn, fehlt. Diese Vorstellung ist schwer zu vereinbaren mit den mittlerweile 30 Fällen von hirntoten Schwangeren, die zum Teil monatelang am Leben gehalten wurden. - al