Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

| Deutsch | Schöpfung | Kreationismus

Kreationismus und wissenschaftliche Theologie - AG Evolutionsbiologie

Reinhard Junker, der Geschäftsführer von "Wort und Wissen", weist den Vorwurf zurück, dass "intelligentes Design" theologisch damit verbunden sei, Gottes Schöpfungshandeln mit Erklärungslücken der Naturwissenschaft zu begründen. Umgekehrt unterstellt Junker der wissenschaftlichen Theologie ein tendenziell atheistisches oder gnostisches Denken. Allerdings argumentiert er dabei mit einem Zerrbild wissenschaftlicher Schöpfungstheologie. Es lässt sich zeigen, dass sein Schöpfungsverständnis einem unzulänglichen Bild vom Welthandeln Gottes verhaftet ist, das in der Tat - trotz seines Widerspruchs - Gottes Schöpfungshandeln in Erklärungslücken der Wissenschaft ansiedelt. [Dem Text entnommene Zusammenfassung]

Erstellt von al | | Deutsch | Neurotheologie

Schweizer Wissenschaftlerin: Gott ist nicht im Gehirn- evangelisch.de

Portrait der Theologin Christina Aus der Au, die als einzige Ausländerin (Schweizerin) im Präsidium des Evangelischen Kirchentags sitzt. Ihre Habilitationsschrift verfasste sie über das Menschenbild in den Neurowissenschaften und der Theologie. Man erfährt u.a. interessantes über die These eines "Gottes-Gens", welches angeblich der US-Forscher Dean Hamer entdeckte: "Das ist Quatsch. Das würde auch Dean Hamer sagen. Der Begriff wurde ihm als Buchtitel von seinem Verlag aufgezwungen." (aus der Au) - al

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | Sterbehilfe

Ärztetag: Dem Gewissen folgen - ZEIT Nr. 22 S. 39

Patienten beim Suizid zu helfen, war Ärzten bislang nicht ausdrücklich untersagt. Auch schienen sich die Einstellungen der Ärzteschaft zu dem heiklen Thema zu lockern. Jetzt aber will die Bundesärztekammer Sterbehilfe durch eine Änderung der Berufsordnung verbieten. Die scheinbaren Lockerungen waren wohl Missverständnisse. Der Vizepräsident der Bundesärztekammer: "Auch wir wollen das Recht auf Patientenautonomie stärken". Der Mensch habe in Deutschland ein Recht, sich umzubringen, aber kein Recht auf ärztliche Hilfe beim Freitod. Damit werde das Gewissen der Ärzteschaft aber gleichgeschaltet, so ein Kritiker. Muss man diese Debatte als Wahlkampf um bevorstehende Präsientschaftswahlen in der Ärztekammer verstehen? - al