Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von pts | | Physik | Wissenschaftstheorie | Higgs Teilchen | Englisch

Fairytale of New Physics - TheGuardian

Jon Butterworth, Professor für Physik am University College London, wehrt sich gegen Kritik, die Autoren wie Jim Baggott und Lee Smolin an der aktuellen Teilchenphysik üben. Diese kritisieren, die Teilchenphysik ergehe sich in spekulativen, empirisch nicht überprüfbaren Theorien wie der String-Theorie und bewege sich somit abseits wissenschaftlicher Standards. Butterworth hält dagegen: Wissenschaft benötige sowohl Spekulation als auch das strapazierfähige Experiment. Die empirischen Befunde würden dann die Theoriebildung in die richtige Richtung lenken. Die Entdeckung des Higgs-Teilchens gilt ihm als Beispiel sowohl für die Überprüfbarkeit der Hypothesen der Teilchenphysik als auch für das gelungene Zusammenwirken von Theoriebildung und Experiment: Higgs und seine Kollegen hätten sich mit ihren Ideen abseits des wissenschaftlichen Mainstreams befunden. Die ermittelten Daten hätten sie jedoch bestätigt und so auch die Richtung des wissenschaftlichen Mainstreams verändert - pts

Erstellt von pts | | Physik | Englisch | Kosmologie

Time Reborn by Lee Smolin; Farewell to Reality by Jim Baggott – review - TheGuardian

Während die aktuelle Physik Zeit überwiegend für eine Illusion halte, sehe Smolin Zeit als eine Realität an. Die gegenteilige Annahme stelle eine logische und metaphysische Sackgasse dar, in die man sich durch die Suche nach einer allumfassenden Welterklärungstheorie hineinmanövriert habe. Diese Idee setze nämlich eine Natur voraus, die von ewigen Naturgesetzen regiert werde. Smolin gehe dagegen von einer kosmischen Selektion aus. Diese habe eine Abfolge durch Schwarze Löcher hervorgerufener Universen (mit unterschiedlichen Naturgesetzen) hervorgebracht, die sich zu solchen Universen wie dem unseren hin entwickeln würde. In einem solchen Szenario müssten die Gesetze der Physik sich im Laufe der Zeit verändern. Bagott seinerseits kritisiere die theoretische Physik, sich in märchenhaften Theorien, wie der String-Theorie, Brane-World-Theorien oder der M-Theorie zu ergehen, die ungesicherte Annahme aufeinander türmen würden, die sich jeder experimentellen Überprüfung entzögen - pts

Erstellt von pts | | Neurotheologie | Hirnforschung | Englisch

Meditation Beats Anxiety By Activating Certain Brain Regions, Study Finds - Huffingtonpost

Achtsamkeitsmeditation kann Angstgefühle abmildern. Das ist schon länger bekannt. Forscher am Wake Forest Baptist Medical Center haben nun Hinweise darauf gefunden, wie diese Wirkung der Achtsamkeitsmeditation, die darin besteht, sich der eigenen Gedanken und Gefühle bewusst zu werden ohne sie zu bewerten, zustande kommt. Die Achtsamkeitsmeditation verringert offenbar die Aktivität im vorderen Gyrus cinguli (Teil des Limbischen Systems im Gehirn), der für die Kontrolle von Denken und Emotionen verantwortlich ist und erhöht die Aktivität im ventromedialen präfrontalen Cortex, der für die Kontrolle von Besorgnis verantwortlich ist - pts