Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

| Englisch | Psychologie

Religious Fundamentalism 'May Be Categorised As Mental Illness & Cured By Science' - Huffingtonpost

Religious fundamentalism and cruelty to children may one day be treated in the same way as mental illness, a neuroscientist has speculated.

Erstellt von pts | | Englisch | Hawking | Wissenschaftstheorie

Philosophy isn't dead yet - TheGuardian

Der Autor widerspricht der These, dass die Philosophie (genauer gesagt die Metaphysik) tot sei und quasi durch die Physik ersetzt werden könne. Die Physik selbst stecke in Schwierigkeiten: 1. Die Bemühungen, die Relativitätstheorie und die Quantentheorie miteinander zu vereinbaren, seien festgefahren. Die String-Theorie als ein solcher Versuch sei sogar für viele Wissenschaftler, die mit ihr arbeiteten, unverständlich. Die Quantenmechanik selbst beherberge wiederum das Paradoxon der Heisenberg’schen Unschärferelation. 2. Bisher scheitere die Physik daran, Bewusstsein zu erklären. 3. Der Physik gelinge es nicht, mit dem Phänomen ‚Zeit’ adäquat umzugehen. Diese Probleme führt der Autor an, um eine radikale Überprüfung des Rahmens zu fordern, innerhalb dessen die Naturwissenschaft sich heute bewege. Man müsse sich fragen, inwieweit die Physik überhaupt die ‚Realität’ erfasse und was denn mit ‚Realität’ überhaupt gemeint sei. Dies sei eine Aufgabe der Philosophie - pts

Erstellt von hhp | | Wissenschaftstheorie | Atheismus | Wissenschaftsgeschichte | Englisch

Science and religion can't be reconciled - Why I won't take money from Templeton - Slate

Der bekennende Atheist, Physiker und Buchautor Sean M. Carroll begründet seine Anti-Templeton-Haltung. Die John Templeton Foundation (JTF) sei zwar nicht wirklich bösartig, wie es das Discovery Institut sei; sie verbreite keine Lügen, um Wissenschaftsfeindlichkeit zu fördern, und Manipulationen seien ihr nicht nachzuweisen. Auf ihre Weise sei sie sogar Wissenschaftsfreundlich. Der entscheidende Haken bestehe jedoch darin, dass sie die Auffassung verbreite, Naturwissenschaft und Religion seien miteinander vereinbar. Wissenschaftler, die sich von JTF fördern ließen, stellten damit ihr Ansehen in den Dienst dieser falschen Idee und erwiesen der Welt dadurch einen Bärendienst. Schließlich sei der - von der Mehrheit geteilte - Übergang vom Theismus zum Atheismus der wichtigste ontologische Fortschritt der letzten 500 Jahre. Als Missionar des Atheismus bescheinigt der Autor mit seiner Frontstellung gegen die JTF allerdings gerade deren Erfolg in der Verbreitung der Vereinbarkeitsthese - hhp