Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Nahtod-Erfahrung | Anthropologie | Englisch

Heaven Is Real: A Doctor’s Experience With the Afterlife - Newsweek

"Als Neurochirurg glaubte ich nicht an das Phänomen der Nahtoderfahrung" bekennt Eben Alexander am Anfang der Newsweek-Titelstory mit dem reißerischen Titel "Der Himmel ist real". In einem 7-tägigen Koma hatte Alexander dann selbst eine Nahtod- und damit eine Bekehrungserfahrung, die aus einem Taufscheinchristen einen bekennenden Auferstehungsgläubigen gemacht hat. Die tiefgehende Erfahrung habe ihm "wissenschaftliche Gründe gegeben, an ein Bewusstsein nach dem Tod zu glauben". Es gebe nämlich "keine wissenschaftliche Erklärung für die Tatsache, dass mein Geist, mein bewusstes inneres Selbst, lebendig und wohlauf war, während mein Körper im Koma lag". Bei "vollständiger Inaktivität" der Neuronen, reiste sein "hirnentbundenes Bewusstsein" zu einer "anderen, größeren Dimension des Universums", die real und nicht illusionär sei. Den Rest seines Lebens will er die "wahre, Natur des Bewusstseins" erkunden und Kollegen wie Laien vermitteln, dass wir sehr viel mehr sind als unser Gehirn - hhp

Erstellt von hhp | | Atheismus | Richard Dawkins Award | Dawkins | Englisch

Interview with Eugenie Scott during The MSF/DWB Charity Event 2012 - youtube

In diesem Interview entfaltet die Preisträgerin des diesjährigen Richard-Dawkins-Awards, Eugenie Scott, ausführlich ihre Stellung zur Religion, die sie so deutlich von Dawkins unterscheidet. Auch wenn sie selbst sich von Religion nicht angesprochen fühle, so erkenne sie doch an, dass die meisten anderen Menschen sich davon angesprochen fühlten. Unbestreitbar sei Religion ein extrem wichtiger und universeller Kulturfaktor mit Selektionsvorteilen, was nicht einfach abgetan werden könne. Sie habe sich durch ihre Arbeit am NCSE mehr mit Religion beschäftigt als so mancher andere Wissenschaftler, habe großen Respekt vor vielen religiösen Praktikern, die sie als sehr gebildete Menschen kennengelernt habe. Anders als für Richard Dawkins sei es auch nicht ihr Ziel, die Anzahl der Nichtgläubigen zu erhöhen. Dass dies nur ein Ausschnitt und Teilaspekt des Interviews war, sollte freilich nicht unerwähnt bleiben - ein Teilaspekt allerdings, der in unserem Zusammenhang von Wichtigkeit ist. - hhp

Erstellt von hhp | | Dawkins | Richard Dawkins Award | Englisch

Has Dawkins Changed His View on the Darwin Lobby? - ENV

David Klinghoffer, Mitarbeiter des Discovery Instituts (Intelligent Design Zentrum), nimmt die Preisverleihung an Eugenie Scott zum Anlass, Unstimmigkeiten und Inkonsequenzen bei Richard Dawkins herauszustellen. Dieser habe noch 2008 Scott und dem National Center for Science Education (NCSE) unterstellt, die Öffentlichkeit hinsichtlich ihrer wahren Einstellung zu Religion und Darwinismus getäuscht zu haben. Jetzt aber, bei der Preisverleihung, spiele Dawkins dies zu "freundlichen Meinungsverschiedenheiten" herunter. Was sei passiert? "2008 war das NCSE unaufrichtig, jetzt ist es aufrichtig." Entweder habe Dawkins Scott und das NCSE weichgezeichnet, oder es gebe für Dawkins taktische Gründe, die geäußerte Einstellungen des NCSE vermeintlich für bare Münze zu nehmen - hhp