Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Bioethik

Generation of viable male and female mice from two fathers - Biology of Reproduction

Der im Volltext frei verfügbare Artikel des Fachjournals "Biology of Reproduction" beschreibt und diskutiert die Herstellung lebensfähiger männlicher und weiblicher Mäuse aus pluripotenten Stammzellen zweier Väter. Die Übertragung auf menschliche Reproduktion erfordere aber noch "deutliche Verbesserungen". Dann aber "könnten eines Tages zwei Männer ihre eigenen genetischen Söhne und Töchter produzieren". Und wenn Geschlechtschromosomen (Y-Chromosomen) transferierbar sind, könnte auch "lebensfähiger männlicher und weiblicher Nachwuchs von zwei Müttern produziert werden". Frankenstein lässt wieder einmal grüßen - hhp

Erstellt von hhp | | Schöpfung | Englisch | Bioethik

GM crops get Vatican's blessing - nature

Ein wenig wundert sich Nature schon, dass die Institution, die seinerzeit das heliozentrische Weltbild verurteilt hat, nun gentechnisch veränderte Pflanzen als wohltätige Anwendung von Wissenschaft und Technik versteht. Das sei auch kein "Gottspielen", da menschliche Eingriffe in die natürliche Schöpfung nicht im Gegensatz stehen zum Naturgesetz, das Gott der Schöpfung gegeben habe - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie | Hawking

Stephen Hawking’s Radical Philosophy of Science - Big Questions Online

Michael Shermer, Herausgeber des Magazins "Skeptic", hält endlich die Lösung bereit, wie wir aus der "epistemologischen Falle" herauskommen, dass das Gehirn Realität nicht einfach abbildet, sondern durch Modelle überhaupt erst konstituiert. Er nennt dies "glaubensabhängigen Realismus" und vergleicht dies mit dem "modellabhängigen Realismus" Hawkings. Wir könnten uns also trefflich über unsere Modelle unterhalten, nicht aber über die Realität; schließlich hätten wir ja keinen archimedischen Punkt außerhalb unseres Hirns, von dem aus man Modell mit Realität vergleichen könnte. Soweit d'accord. Nun aber die Überraschung, mit der uns Shermer aus dieser epistemologischen Falle erlöst: die Naturwissenschaft. Schließlich befreie sie uns als intersubjektives Unternehmen von subjektiven Voreingenommenheiten und führe uns dadurch zu größerer "Korrespondenz mit der Realität". Als ob ausgerechnet die methodische Beschränkung auf Objektivität den Schranken der Modelle nicht unterliegt - hhp