Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Bioethik

Stem cells injected into the brain of a stroke patient in world first

Ca. 2 Millionen Stammzellen wurden ins Hirn eines Mannes injiziert, der vor 18 Monaten einen Schlaganfall erlitt. Damit soll die Regeneration der geschädigten Neuronen angeregt, Blutgefäßwachstum gefördert die Heilung des vernarbten Gewebes angeregt und Entzündungen eingedämmt werden. Tierversuche hatten nahegelegt, dass die Stammzellen sicher sind und effektiv wirken. Die Zellen stammen übrigens von einem 12 Wochen alten Fetus aus den USA. Die Tatsache, dass dieser Versuch starten konnte, wird als "Meilenstein in der britischen Stammzellforschung" betrachtet - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Kosmologie | Physik

Birth of the universe 're-created': Large Hadron Collider generates 'mini Big Bang' - Mail online

Etwas ausführlichere Darstellung der Erfolgsmeldung des Teilchenbeschleunigers, die freilich mit Superlativen nicht geizt. Gern spricht man von der "Wieder-Erschaffung" der "Geburt des Universums", von "neuer Ära der Teilchenphysik", vom "Gottes-Teilchen" und davon, dass dies alles "unser Verständnis von der Mikrowelt im Innersten des Atoms bis hin zu den Weiten des Universums revolutionieren wird". Die Stichworte Antimaterie und Higgs-Bosonen fehlen genauso wenig wie der Hinweis, dass die Mini-Urknalle die höchsten Temperaturen und Dichten erzeugt haben, die je von einem Experiment erreicht wurden. Auch die produzierte Datenmenge, die über 3 Millionen CDs füllen könnte, scheint rekordverdächtig. Man darf also auf die Auswertung gespannt sein - hhp

Erstellt von hhp | | Anthropologie | Englisch | Evolution

New statistical model moves human evolution back three million years - Science daily

Wahrscheinlich liegt die Trennung der menschlichen Abstammungslinie von der des Schimpansen 8 Mio. Jahre zurück statt der bisher angenommenen 5 Mio. Jahre. Robert D. Martin, der seit langem versucht, genetische Erkenntnisse und Fossilbefunde zu integrieren, kommt zu dem Ergebnis, indem er Lücken des fossilen Stammbaums statistisch auffüllte. Mal gespannt, ob dieser erneute Umbau des menschlichen Stammbaums wieder Evolutionskritiker auf den Plan ruft - hhp