Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Planck: Gravitational Waves Remain Elusive - ESA

Was lange vermutet wurde, scheint nun offiziell: Die Entdeckung von Gravitationswellen aus der Zeit kurz nach dem Urknall war ein Irrtum. Die Daten des Südpolteleskops BICEP2, die Anlass zu der vermeintlichen Entdeckung waren, sind nun mit den Daten von ESAs Planck Satelliten abgeglichen worden. Diese gemeinsame Analyse "hat keinen schlüssigen Beleg für uranfängliche Gravitationswellen gefunden". Für die gemessenen Effekte könne interstellarer Staub der Milchstraße genauso verantwortlich sein. Die Daten fallen nun zwar als Indikator für die sog. kosmische Inflation (eine Phase rascher Expansion des Universums) aus, diese sei damit aber keineswegs vom Tisch. Nur liege sie derzeit jenseits der Nachweisgrenze.

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Erstellt von hhp | |   Inflation

Schöpfung - Was zu beweisen war - Jüdische Allgemeine

Wenn "die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Urknall und Gravitationswellen" zeigen: "die Tora hat doch recht", dann erinnert dies stark an das in den 1950er Jahren verbreitete "Und die Bibel hat doch recht" von Werner Keller. In beiden Fällen werden biblische Aussagen auf historische bzw. naturwissenschaftliche Richtigkeit hin abgeklopft - ein Versuch, der an der Intention der Bibel komplett vorbei geht (jedenfalls im Verständnis der gängigen christlichen Theologie). Wenn der Autor des Artikels, nota bene Professor für Physik, einen sinnvollen kosmologischen Diskurs nur mit Rückgriff auf Schöpfung für sinnvoll erachtet; wenn er behauptet "mit der richtigen Messtechnik kann heutzutage jeder Wissenschaftler ... den klaren Beweis erhalten, dass das Universum ... erschaffen wurde", und dass damit "die Erschaffung des Universums ... eine wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache" sei, wird er von theologischer Seite kaum Zustimmung erfahren - geschweige denn von naturwissenschaftlicher Seite.

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Erstellt von hhp | |   Wissenschaftsgeschichte

Physik macht großen Frühjahrsputz - Spektrum

Mit dem "großen Frühjahrsputz" macht der Artikel deutlich, dass die Neuentdeckungen zur kosmischen Inflation einigen bisher diskutierten Theorien den Boden entziehen. Spezielle Sorten hypothetischer Teilchen seien davon betroffen und 90 % aller Inflationsmodelle (darunter die Theorie eines zyklischen Universums), wie der Mitbegründer der Inflationstheorie, Andrei Linde, zitiert wird. Die Stringtheorie bleibt anscheinend in der Diskussion, und die Multiversenhypothes auf der Basis einer "chaotischen Inflation" passe sogar "bemerkenswert gut" zu den Neuentdeckungen.

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