Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von fv | | Quantenphysik | Deutsch

12000 km entfernt und doch verbunden!

Quantentechnik und Quantenrätsel In China soll kürzlich ein Experiment gelungen sein, den Verschränkungszustand zweier Photonen auf einer Distanz von 1200 km zu erhalten. Das ist in der Tat ein weiterer erstaunlicher Fortschritt. Hier mag, wie der Artikel nahe legt, ein erster Schritt zur Nutzung der Quantenkryptographie über weite Distanzen gemacht sein. Erstaunlich ist, dass man das, was in den Grundlagen erhebliche Deutungsprobleme aufwirft - für die Verschränkungszustand gibt es keinerlei Anschauung - in der Technik immer weiter zu beherrschen lernt. Hier kann man zweierlei sehen: Technik setzt nicht immer ein vollständiges Verständnis der Dinge voraus, zum anderen aber sollte man vorsichtig sein, in das Unverstandene etwas "hineinzugeheimnissen". Nicht wenige haben hier einen Zugang zum Welträtsel oder dessen Lösung gesehen. Doch scheinbar lassen sich die Bedingungen dieses Rätselhaften doch ganz gut reproduzierbar beherrschen! - fv

Erstellt von al | | Deutsch | Astronomie | Einstein | Physik | Kosmologie | Quantenphysik

Warum gibt es etwas und nicht nichts?

Die große Titelfrage treibt nicht nur Philosophen, sondern auch Physiker um. Denn eigentlich dürften wir gar nicht existieren, Materie und Antimaterie hätten sich nach dem Urknall gegenseitig auslöschen müssen. Dennoch gibt es unsere Welt und die Physiker suchen in ihr nach der verlorenen Antimaterie. Die einen versuchen (so z.B. am CERN), Antiteilchen zu erzeugen,die anderen Suchen nach Antimaterieclustern in der Tiefe des Alls und dritte suchen nach möglichen Unterschieden von Materie und Antimaterie. Ein interessanter Überblick über die (Anti)Materie. - al

Erstellt von fv | | Quantenphysik | Deutsch

Die Maschine und ihre Meister

Über die Leistungsfähigkeit von Intuitionen Gestern haben wir hier auf einen Artikel aufmerksam gemacht, der sich mit der Simulation von Intuitionen durch Neurocomputer beschäftigte. Hier nun eine Meldung, die in die entgegengesetzte Richtung argumentiert: Hier werden nicht Intuitionen durch "exakte" Maschinen simuliert, sondern Intuitionen helfen, exakte Berechnungen durchzuführen. Ein Versuch mit einer Vielzahl von Probanten hat gezeigt, dass die Intuition vieler Menschen, die innerhalb eines Computerspieles gefordert wird, bessere Resultate liefert als die Rechenleistung großer Rechner. Das ist insofern interessant, weil Intuitionen in der Regel als situationsbezogene individuelle Entscheidungen interpretiert werden. Doch eine Vielzahl von intuitiven Entscheidungen scheint eine Genauigkeit zur Folge zu haben, die denen präziser Rechnerleistungen gegenüber überlegen ist. Welche Richtung man auch wählt: Offenkundig geraten die menschlichen Intuitionen immer stärker in den Blick. Man lernt, dass es nur begrenzt hilfreich ist, die Wurzel aus 164837 in Millisekunden zu berechnen, dass viele entscheidende Abläufe in unserem Alltag eher auf Intuitionen beruhen. Ist das Gebiet der Intuition das nächste große Bewährungsfeld der Computerwissenschaften? - fv