Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolution | Evolutionismus | Giordano-Bruno-Stiftung | Neuer Atheismus | Politik | Schmidt-Salomon | Schöpfung | Schule | Umfrage

Evolution sollte schon in der Grundschule gelehrt werden - evokids

Der Beitrag stellt die Forderung einer Expertengruppe vor, Lehrpläne zu ändern und Evolution schon in der Grundschule zu lehren. Verabschiedet wurde dies in einer Resolution, deren Wortlaut wiedergegeben wird. Die pädagogischen Bedenken, das Thema überfordere Grundschüler, sei mit empirischen Gründen ausgeräumt, heißt es dort. Dass Evolution bisher in keinem Grundschullehrplan Platz finde, stehe im Widerspruch zur Bedeutung der Evolutionstheorie bei allen Lebenswissenschaften. Der Anspruch wird jedoch über die Lebenswissenschaften hinaus ausgeweitet: Evolution sei der "wohl wichtigste Bestandteil des modernen Welt- und Menschenbildes". Hier dürfte für manche der Bogen weltanschaulich allzu überspannt und etwas mehr Bescheidenheit angebracht sein. Die Gefahr des Biologismus zeigt sich auch in der impliziten Frontstellung gegen Religion und Weltanschauungen: Während man im Zusammenhang mit Wissenschaft von "Erkenntnissen" spricht, gerät Schöpfung in den Kontext von "Mythen", und religiös-weltanschauliche Erziehung drohe Schüler zu "beeinflussen". Die Beteiligung der Giordano-Bruno-Stiftung und des explizit atheistischen AK Evolutionsbiologie schlagen hier anscheinend zu Ungunsten weltanschaulicher Neutralität durch. Dem eigentlich plausiblen Anliegen, Evolution in die Grundschule zu bringen, dürften diese völlig unnötigen Frontstellungen eher schaden als nutzen. - hhp

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How Do Jews View Science? - Huffington Post

Gleich mehrmals wurde Rabbi Geoffrey A. Mitelman von einer US-amerikanischen Umfrage überrascht: Für 25% der Juden stehen Religion und Naturwissenschaft in Opposition. Davon schlagen sich im Konfliktfall fast alle (94%) auf die Seite der Wissenschaft, bei christlichen Konfliktvertretern sind es nur 25%. Daraus leitet Mitelman unterschiedliche Herausforderungen ab: Während Christen sich darum kümmern sollten, Wissenschaft einzubeziehen, müssten Juden sich über den Zusammenhang zum Judentum klar werden. Eine weitere Überraschung: Von allen religiösen Gruppen wählten die Juden am häufigsten das Unabhängigkeitsmodell und am wenigsten häufig das Modell der Zusammenarbeit von Religion und Wissenschaft. Künftig lohne es sich - so Mitelman - an der Wissenschaftsfreundlichkeit der Juden anzuknüpfen: "Warum nicht die Wissenschaft heranziehen, um die Verbindung zum Judentum zu verbessern?" Konkret könne man z. B. fragen, wie Gedenken im Gehirn funktioniere und welche Bedeutung dies für das Feiern von Passah habe; oder: Wissenschaft könne uns lehren, mitfühlender zu handeln. Der Artikel mag an dieser Stelle in Kategorienfehler abgleiten, lesenswert ist er aufgrund der genannten nicht-trivialen Zahlen und dem Link zur Original-Umfrage (http://perceptionsproject.org/multimedia-archive/religious-communities-science-and-perceptions-a-comprehensive-survey/) allemal. - hhp

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Your atheism isn't going to keep your kids from believing in God - Vox

Jugendliche aus atheistischem Elternhaus, die zum Christentum konvertieren, sind nicht nur Figuren in TV-Serien, sondern auch im wahren Leben keine Seltenheit. Studien (2008) zufolge verblieben nur 46% konfessionell ungebunden erzogener Kinder auch als Erwachsene konfessionslos. Im Vergleich dazu bleiben 68% der Katholiken und 52% der Protestanten ihrer Religionszugehörigkeit treu. Religionen - so schließt der Autor - hätten es leichter, sich generationsübergreifend zu behaupten. Dieser Befund wird jedoch in doppelter Weise relativiert: Der Säkularismus gewinne - den obigen Zahlen zum Trotz - an Boden: Der Atheismus habe sich verdreifacht, der Agnostizismus verachtfacht, gute Chancen, dass sich die Bestandsrate der Konfessionslosen in der nächsten Generation erhöht. Das scheinen auch neuere Untersuchungen (2012), die der Autor als "update" anfügt, zu bestätigen. Nun liegt die Rate der Bestandserhaltung Konfessionsloser bei 53% bzw. bei einer weiteren Studie bei 66%, was der Rate von Gläubigen nahe kommt. - hhp

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