Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Dawkins | Englisch | Umfrage | Atheismus | Anthropologie

Atheists a dying breed as nature 'favours faithful' - Richard Dawkins Foundation - News

Schock für Atheisten? Gläubige haben mehr Nachwuchs (2,5) als Atheisten, deren Reproduktionsrate (1,7) nicht einmal zum Selbsterhalt ausreiche. Dies ist die Essenz einer über 82 Ländern erhobenen Studie. Der hier vorliegende Auszug von J. Leake aus der Sunday Times berichtet knapp von dieser Studie und zitiert Michael Blume: "Es ist eine große Ironie, aber die Evolution scheint Atheisten zu benachteiligen und Gläubige zu bevorzugen". Blume stehe damit in direktem Widerspruch zu Dawkins, für den Religion ein mit hohen Kosten verbundenes Virus darstellt. Dawkins kommentierte den vorliegenden Artikel knapp: "Das ganze Argument beruht auf der unausgesprochenen Annahme, dass Kinder automatisch den Glauben ihrer Eltern übernehmen. Lasst uns hoffen ... dass dieser Automatismus unterbrochen werden kann" - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Dawkins

Der Mensch stammt nicht vom Affen ab - freiepresse.de

In dem Interview liefert Richard Dawkins selbst ausdrücklich die Erklärung des bissigen Titels "Die Schöpfungslüge", der deutschen Ausgabe von Richard Dawkins' "Greatest Show on Earth". Die Zuspitzung war "eine Idee des deutschen Verlages ... ich hätte da wirklich auch für Deutschland einen positiveren Titel bevorzugt", so Dawkins wörtlich - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Kreationismus | Evolution | Dawkins

F.A.Z.-Sachbücher der Woche: Was sich da alles gegenseitig züchtet! - Bücher der Woche - Feuilleton - FAZ.NET

Der Artikel bescheinigt Richard Dawkins' neuem Buch 'Die Schöpfungslüge' "etwas mehr Gelassenheit" als seinem missionarischen 'Gotteswahn'. Der Titel ist zwar genauso bissig, stamme aber nicht von Dawkins, sondern vom deutschen Verlag. Anders als seinerzeitige Pauschalverurteilungen sei nun die Frontstellung prägnanter: der kreationistische Schöpfungsbegriff, der von wiederholtem direkten Eingreifen Gottes ausgehe. Bei seinem Hauptanliegen, der überzeugenden Darbietung der Evolution, gehe Dawkins methodisch von menschlichen Züchtungen aus, um sie auf die natürliche Selektion zu übertragen. Erwähnt wird nicht, dass dieser Schluss sehr gewagt ist: Die scheinbar so plausible Extrapolation überspielt, dass es nicht nur um quantitative Veränderungen geht (wie vom Wolf zum Hund), sondern um qualitative Bauplanänderungen (vom Fisch zum Menschen). Evolutionsgegner werden sich sofort auf den Unterschied zwischen Mikro- (Hundeevolution) und Makroevolution (vom Fisch zum Menschen) stürzen - hhp