Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Bioethik | Biologie | Deutsch | Evolution | Synthetische Biologie

"Das Leben bahn sicht seinen Weg"

Kann es künstliches Leben geben? Dürfen Menschen so tief in die Schöpfung eingreifen? Darüber diskutieren eine Physikern, die mit Hilfe der synthetischen Biologie nach dem Ursprung des Lebens sucht, und ein Biologe, der die Eigenwilligkeit aller Lebewesen verteidigt, und damit die Existenz von Intentionalität annimmt, während Kant diesselbe doch für eine menschliche Beschreibungskategorie gehalten hat. Beide Diskussionspartner sind auch Philosophen. Was gilt? Handle so, dass sich die Möglichkeiten vermehren und leben sei? Oder handle so, dass ein gutes Leben sei? Das Gespräch ist also sehr interessant, leider aber nur ein Teaser, ein Ausschnitt aus einem Buch. - al

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Synthetische Biologie - Am Reißbrett des Lebens - Wissen - sueddeutsche.de

Jörg Hacker, Biologe und Präsident der Leopoldina, berichtet differenziert über die Reichweite der Synthetischen Biologie. Ausdrücklich nimmt er auch die Grenzen der Biologie in den Blick; bereits bei der Definition von Leben: Wann es an der Grenzen zum Unbelebten beginnt (z. B. Viren), mag noch eine innerwissenschaftliche Frage sein, die juristisch verbindliche Festlegung des Beginns menschlichen Lebens "ist keine naturwissenschaftlich beantwortbare Frage". Angesichts der biblisch-klassischen Frage "Was ist der Mensch" ist für den Autor klar, "das der Begriff 'Lebenswissenschaften' weitaus mehr als Biologie und Medizin umfassen muss". Dann kommen auch "Verantwortung", "Selbstreflexion" und "Fähigkeit zur Kommunikation" zum Lebensverständnis hinzu. Neben den Gefahren des Bioterrorismus (s. neuartige Grippeviren) sieht der Autor ethische Grenzen überschritten, wenn künstliche Lebensbausteine irreversibel in die Keimbahn gelangen oder wenn Homunculus-Phantasien geschürt werden - hhp

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Das Genom - die ultimative Festplatte - faz online

Nun gibt es das erste Buch im DNA-Format. Die Bausteine der Erbsubstanz DNA wurden genutzt, um ein 300-seitiges Buch mit Hilfe eines DNA-Syntheseapparates zu codieren. Der DNA-Text gibt einen Vorgeschmack auf das, was die synthetische Biologie erwarten lässt. Nicht zufällig lautet der Buchtitel: "How Synthetic Biology will reinvent Nature AND Ourselves" - hhp