Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Astronomie | Außerirdische | Deutsch | Hawking | Kosmologie | Philosophie | Physik

Nerds retten die Welt - Folge 12: Gespräch mit Avi Loeb, Professor für Astrophysik an der Harvard-Universität (REPUBLIK)

Ein spannendes Gespräch über schwarze Löcher, Plasmaphysik und das Cern in Genf, das Objekt Oumuamua und Ausserirdische und über die Zukunft des Universums, durchsetzt mit der jüdischen Frömmigkeit des Gesprächpartners und dem Kulturpessimismus der Interviewerin. - al

Erstellt von hhp | | Anthropologie | Theologie | Philosophie | Schöpfung | Gottesbild | Deutsch

Angemessener über Gott sprechen - Herder Korrespondenz

Klaus Müller, Professor für Philosophische Grundfragen der Theologie, empfiehlt der Theologie, der "panentheistischen Wende" und ihren "prozessphilosophischen Motiven" zu folgen, wenn sie "die Herausforderung durch das alle moderne Naturwissenschaft leitende Paradigma der Evolution ernst nehmen" will. Der PanENtheismus (die Welt ist in Gott, Gott aber mehr als die Welt) überbiete einerseits einen Pantheismus, der Gott und Welt gleich setze, andererseits einen klassischen Theismus, der die Gott-Welt-Differenz betone. Dadurch wäre Gott als Schöpfer, ja auch als Person angemessener zur Sprache zu bringen: "Sofern der Mensch sich selbst in seiner Personalität als staunenswert gewahrt, begegnet ihm im Staunenswerten der Welt etwas ... Konnaturales, das ihn ermutigt, eben jener Weltdimension Personalität zuzuschreiben". Bei aller Zustimmung könnte man an Müller die Frage richten, ob der "schultheologische Monotheismus", der laut Müller "knietief in der Krise" steckt, nicht bereits den geforderten Panentheismus in Ansätzen enthält - implizit (Karl Rahner, Jürgen Moltmann) oder explizit (Hans Kessler, Prozessphilosophie inklusive). Dass die Theologie diese Ansätze ausformulieren sollte, um "für die ontologischen Verpflichtungen, die sie mit ihrer Gottrede eingeht, auch intellektuell aufzukommen", wäre freilich im interdisziplinären Dialog mit den Naturwissenschaften eine plausible Forderung und ein vielversprechendes Forschungsprogramm. Und nach der Forschung käme dann die Vermittlung ... - hhp

Erstellt von hhp | | Anthropologie | Aufklärung | Deutsch | Gottesbild | Philosophie | Religionspsychologie | Theologie

Das ganz große Ganze - Zeit online

Der systematische Theologe F. W. Graf stellt die Religionstheorie des Philosophen Volker Gerhardts als Fortschreibung "rationaler Theologie" vor. Nach Gerhardts widersprechen sich Vernunft und Glaube keineswegs, vielmehr sei der Glaube sinnvoll und für das Humanum notwendig. Im Zentrum steht dabei das Festhalten am "Sinn über das Gegebene hinaus", ein Sinnganzes, das jedes ernsthafte Denken und Handeln voraussetzen müsse, und für den "Zusammenhang zwischen Wissen und der autonomen Lebensführung" stehe. Nicht weniger umstritten dürfte Gerhardts Verteidigung der Persönlichkeit Gottes sein, auch wenn klar sei, dass Gott nicht in der Art "irgendeines objektivierbaren Gegenstandes" gedacht werden könne. Ein solches Gegenüber diene auch "humaner Selbstbegrenzung" gerade in einer Zeit "religiös codierte[r] Selbstentgrenzungsfantasien". - hhp