Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Wissenschaftstheorie | Philosophie | Umfrage | Neuer Atheismus

The Religious Uses of Science - Big Questions Online

Die "neuen Metaphysiker" sind eine US-amerikanische Strömung, die sich als "spirituell, aber nicht religiös" bezeichnet. Abgrenzend von traditionellen religiösen Strömungen verbinden sie eine Hochschätzung der Naturwissenschaften (oder das, was sie ihren eigenen Neigungen entsprechend dazu umdefinieren) mit religiösen und philosophischen Ideen und sind sich dieser unorthodoxen Kombination durchaus bewusst. Da die spirituellen Gesetze unveränderlich seien, werde diese Weltsicht irgendwann die Beachtung der Mainstream Physiker und Neurowissenschaftler finden. Die neuen Metaphysiker könnten als Untergruppe der "Nones" verstanden werden, die den neuen Atheisten wie Dennett und Dawkins auf ihrem geraden Weg von der Naturwissenschaft zum Atheismus genauso wenig folgen wie Goulds NOMA-Prinzip, das Wissenschaft und Religion sauber trennt. Akzeptanz finde eine romantisierte Wissenschaft, die denjenigen Glauben rechtfertigt, den sie sich wünschen - hhp

Erstellt von hhp | | Philosophie | Deutsch | Anthropologie | Wissenschaftstheorie | Evolutionismus

Christlicher Humanismus – Zenit - die Welt von Rom aus gesehen

Hans Otto Seitschek stellt in diesem Artikel dem naturalistischen Humanismus einen christlichen Humanismus entgegen. Der naturalistische Humanismus, der alles auf den Menschen selbst zurückführen müsse, münde letztlich in einen Transhumanismus, der die Neuschöpfung des Menschen durch den Menschen selbst vornehmen müsse. Seitschek erscheint dies nicht möglich. Der christliche Humanismus gehe ebenfalls davon aus, dass der Mensch seinem Leben Sinn verleihen muss. Aber dieser Sinn sei klar an Gott orientiert, was den Unterschied ausmache. Zwei Punkte möchte ich kritisieren. 1. Ich halte es für theologisch schief und argumentativ entbehrlich, wenn der Autor in evolutiven "Erklärungslücken ... Metaphern für die Offenheit der menschlichen Natur" erblickt. 2. Wenn der "christliche Humanismus ... in Gott ein klares ... Ziel" anerkennt, was heißt dann "klar"? Das riecht nach theologischen Positivismus, der die Schwierigkeit hermeneutischen Ringens um ein konkretes Ziel verschweigt - hhp

| Pressearchiv | Deutsch | Theologie | Philosophie | Wissenschaftstheorie | Evolutionismus | Benedikt XVI.

Dokumentation - Die Vorlesung des Papstes in Regensburg - München - sueddeutsche.de

Der wegen der Islamäußerungen berühmt gewordenen Regensburger Rede geht es im Wesentlichen um "Glaube, Vernunft und Universität" - so der Titel der Ansprache. Angesichts der vom naturwissenschaftlichen Denken radikalisierten "Selbstbeschränkung der Vernunft", bei der die menschlichen Grundfragen nach dem Woher und Wohin ins Subjektive und Beliebige verdrängt werden, geht es dem Papst um die "Ausweitung unseres Vernunftbegriffs".