Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | Sterbehilfe

Der selbst gewählte Tod – ZEIT online

Eine persönliche Geschichte von der Krankheit und den letzten Minuten eines Mannes, der die Sterbehilfe in der Schweiz wählt. Sein Geist ist von der Krankheit kaum beeinträchtigt, körperlich ist er auf permanente Rundumbetreuung angewiesen; mit dieser Kombination fällt man aus dem Raster der Pflegeangebote, die Ehefrau steht schon kurz vor dem Burnout. Solange er noch den letzten Rest an Mobilität bewahrt hat, wählt der Erkrankte daher die Reise in die Schweiz, die Reise in den Freitod. Nachdenkliche Gedanken des hinterbliebenen Sohnes schließen sich an, der selbst lange gegen Sterbehilfe gewesen ist. Er erkennt, dass der Lebenswille davon abhängt, „was einen im Leben antreibt“. Bei seinem Vater gehörte die körperliche Bewegung dazu. - al

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Carine, 43, lässt sich töten - ZEIT Nr. 43

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ereignete sich 2005 in Belgien eine Weltpremiere: Ärzte ließen eine Patientin auf deren Wunsch hin sterben, sofort danach entnahmen ihr andere Mediziner Organe. Die sind ja Mangelware. In Deutschland kommen die vorsichtig dosierten Informationen der belgischen Ärzte erst im Frühjahr 2011 an. Dabei rührt das, was mit Carine geschah, an grundlegende Fragen der Medizinethik. In Deutschland würde einem Arzt, der einen Patienten tötete, Gefängnis drohen. Der Fall wird ausführlich geschildert, auch kritische Stimmen kommen dabei zu Wort. Heiligt ein guter Zweck fast jedes Mittel? - al

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Ärztetag: Dem Gewissen folgen - ZEIT Nr. 22 S. 39

Patienten beim Suizid zu helfen, war Ärzten bislang nicht ausdrücklich untersagt. Auch schienen sich die Einstellungen der Ärzteschaft zu dem heiklen Thema zu lockern. Jetzt aber will die Bundesärztekammer Sterbehilfe durch eine Änderung der Berufsordnung verbieten. Die scheinbaren Lockerungen waren wohl Missverständnisse. Der Vizepräsident der Bundesärztekammer: "Auch wir wollen das Recht auf Patientenautonomie stärken". Der Mensch habe in Deutschland ein Recht, sich umzubringen, aber kein Recht auf ärztliche Hilfe beim Freitod. Damit werde das Gewissen der Ärzteschaft aber gleichgeschaltet, so ein Kritiker. Muss man diese Debatte als Wahlkampf um bevorstehende Präsientschaftswahlen in der Ärztekammer verstehen? - al