Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | |   Synthetische Biologie

Synthetische Biologie: Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip - SPIEGEL ONLINE

Mit Methoden aus Biologie und Technik versucht sich der Mensch daran, den Code des Lebens zu verändern - oder sogar völlig neu zu schreiben. Craig Venters bekannte Versuche stehen kennzeichnend für das gesamte Forschungsgebiet der synthetischen Biologie, aber im Grunde handelt es sich um Grundlagenforschung. Wesentlich höheres ökonomisches Potenzial gestehen Experten der Idee zu, Zellen auf industrieller Grundlage mit neuen Aufgaben und Fähigkeiten auszustatten. Hier erscheint die Idee der BioBricks besonders charmant - eine Art biologischer Lego-Bausteine, die mit definierten Schnittstellen ausgestattet sind, über die sich die BioBricks verketten lassen. Parallel verspricht das Vorgehen, was den Menschen schon immer fasziniert hat: künstliches Leben zu erschaffen und sich damit gottgleich zu erheben, hält der informative Artikel am Rande fest. Der Mensch als von Gott begabter Mitschöpfer oder narzistischer Götterstürzer? Eine Frage der theologischen Interpretation der Sache.

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Erstellt von al | |   Venter

Synthetische Biologie: Eine neue Lebensform - FAZ.NET

Chemikern ist es gelungen, künstliches Leben nach dem Vorbild der Evolution erschaffen, allerdings mit einem Baustein im Genom, den die Natur nicht nutzt. Im Vergleich zu Craig Venters bahnbrechendem Versuch vom letzten Jahr ein weiterer Schritt in Richtung synthetischen Lebens, der aber auf natürlicheren Prinzipien beruht. Für die Umwelt drohe keinerlei Gefahr: "Ein Organismus, der einen künstlichen Baustein braucht, den es in der Natur gar nicht gibt, stirbt, wenn er mal tatsächlich unbeabsichtigt in die Umwelt gelangt, sofort ab. Er kann sich nicht vermehren und auch seine Gene nicht verbreiten." So heißt es. Tatsächlich hat der entwickelte Organismus aber noch den "Defekt", im Zweifelsfall auch wieder auf seinen natürlichen Bestandteil zurückgreifen zu können.

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Erstellt von al | |   Venter

Zehn Jahre nach der Entschlüsselung der DNS - Das vertrackte Genom - Süddeutsche.de

Worüber die Wissenschaft 2001 jubelte war keineswegs die vollständige Sequenz eines menschlichen Erbguts, sondern ein Referenz-Genom aus den Daten mehrerer Menschen. Vollständigkeit, das zeigte sich, ist in der Genetik eine Frage der Definition. Dennoch sah Craig Venter "eine Revolution in der Medizin" kommen. Zehn revolutionsfreie Jahre später sagt jedoch Eric Green, Direktor des National Human Genome Research Institute in Bethesda: "Profunde Verbesserungen in der medizinischen Versorgung sind durch die Genomik realistischerweise auf viele Jahre hin nicht zu erwarten." Der Optimismus von Francis Collins, dem ehemaligen Leiter des staatlich finanzierten Humangenom-Projekts, ist dennoch ungebrochen, während Venter nun wissen lässt: "Wir wissen gar nichts." Vielleicht sollte man vorsichtig sein mit der Rede von der genetischen Revolution.

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