Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Gendiagnostik: Merkel befürwortet Gewissensentscheid über PID - ZEIT ONLINE

Die unterschiedlichen Positionierungen zur Präimplantationsdiagnostik bedrohen den Koalitionsfrieden. Kanzlerin Merkel wie auch FDP- Generalsekretär Lindner plädieren für eine Gewissensentscheidung ohne Fraktionszwang. Die kommende Woche entscheide über das weitere Vorgehen. Bemerkenswert die Äußerung Lindners, wonach Merkels Ablehnung der PID "für eine Naturwissenschaftlerin überraschend" sei. Müssen sich denn Naturwissenschaftler automatisch dafür einsetzen, dass gemacht werden darf, was gemacht werden kann? Eine typische Fehlform der Normativität des Machbaren - hhp

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Ein bisschen illegal - Stuttgarter Nachrichten

Marc Schieferecke kommentiert eine Akademietagung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) und stellt die Zusammenhänge mit der künstlichen Befruchtung, deren Erfinder Robert Edwards just am Tagungstag den Medizin-Nobelpreis zuerkannt bekam, und der Abtreibungsproblematik heraus. "PID ist Selektion", zitiert der Autor den Ethiker Dietmar Mieth, und eine Liste der erlaubten PID-Eingriffe sei "gleichzeitig eine Diskriminierungsliste", so wird die Ethikerin Katrin Bentele wiedergegeben. Wenn aus diesen oder anderen Gründen die Katholiken die Genuntersuchung ablehnten, dann - vermutet der Autor - "fördern sie im Gegenzug die Abtreibung". Dass dies etwas zu einfach gedacht ist, zeigt die Dokumentation der Tagung unter: http://www.forum-grenzfragen.de/diskurs/gentest-am-embryo-pid-in-der-diskussion.html. - hhp

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New Zogby Poll Reveals Majority Support for Intelligent Design

Mit Freude hat das Discovery Institute, der Think Tank der Intelligent Design (ID) Bewegung, am 30. Juni 2009 die Ergebnisse einer Umfrage präsentiert, die offen zu legen scheint, dass die Mehrheit der US-Amerikaner auf der Seite des ID stehen und den Darwinismus eher skeptisch einschätzen. Unter "Aktuelles > Presseschau" habe ich die Umfrage genauer untersucht. Mein Eindruck: Die Fragen waren allesamt so manipulativ gestellt, dass das Ergebnis voraussagbar war. Scheinbar paradox: Man kann den geschickt gestellten Fragen eigentlich nur im Sinne des Discovery Institutes zustimmen, gleichzeitig aber mit guten Gründen dem "Intelligent Design" naturwissenschaftlich, weltanschaulich, theologisch und politisch eine klare Absage erteilen - hhp