Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | Hirntod | Organtransplantation

Wann ist ein Mensch tot? ZEIT Nr. 15 S.41

Christian Schüle berichtet über Zweifel an dem derzeit noch gültigen Hirntodkriterium für Organtransplantationen. Die gegenläufigen Haltungen hängen an der einen großen Frage: Ist ein hirntoter Mensch wirklich tot? Die Grenze zwischen Leben und Tod ist biologisch nicht definierbar. Wodurch ist Menschsein überhaupt bestimmt? Solche Fragen brechen auf und werden von Schüle zu Recht diskutiert. Er plädiert am Ende für den Hirntod als Grundlage einer Ethik der Solidarität. Aber um welchen Preis? - al

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Transplantationen in Deutschland - Bereitschaft zur Organspende ist gering - sueddeutsche.de

Nach der Lebendspende einer Niere durch den SPD-Politiker Steinmeier schien es, als sei die Bereitschaft der Deutschen zur Organspende gestiegen. Ein Irrtum. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Patientenverfügungen verhindern Transplantationen häufig, denn in ihnen ist oft festgelegt, dass die medizinische Versorgung im Falle einer schweren Erkrankung schrittweise eingestellt werden soll. Dadurch werden potenzielle Spenderorgane meistens unbrauchbar. Alle Bundestagsfraktionen sind sich einig, dass noch in diesem Jahr ein neues Transplantationsgesetz verabschiedet werden soll, um die Spendenbereitschaft zu erhöhen. Die mit dem Problem verbundene Frage des Hirntodkriteriums behandelt der Artikel leider nicht - al

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Aus einer Leiche geboren - SPIEGEL 25/2011

Die aufwühlende Geschichte des Kindes einer hirntoten Mutter stellt das gewissermassen kanonische Hirntodkriterium in Frage, dass Voraussetzung für die Organentnahme ist. Das bisherige Hirntod-Konzept besagt, dass der Körper nach dem endgültigen Absterben des Gehirns unweigerlich und rasch in seine Einzelteile zerfällt, weil das zentrale Steuerungsorgan, das Gehirn, fehlt. Diese Vorstellung ist schwer zu vereinbaren mit den mittlerweile 30 Fällen von hirntoten Schwangeren, die zum Teil monatelang am Leben gehalten wurden. - al