Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Bischof Friedrich: "Leben ist ein Geschenk" - evangelisch.de

Nach dem Plädoyer für PID durch Peter Hintze stellt Landesbischof Johannes Friedrich auf evangelisch.de die andere Sicht dagegen. Leben ist ein Geschenk, argumentiert Friedrich. Die PID könnte der künstlichen Selektion Bahn brechen. Menschen dürften sich niemals anmaßen, zwischen "lebenswert" und "lebensunwert" zu unterscheiden und menschlichem Leben das Lebensrecht abzusprechen. Dahinter steht, auch wenn es nicht expliziert wird, die Annahme, dass das beginnende Leben bereits vollwertiges Leben ist. Es wäre sinnvoll, diesen fundamentalen Streitpunkt auch zu benennen. - al

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Schwere Schäden - SPIEGEL Nr. 43

"Fast überall in Europa werden Erbguttests an Embryonen vorgenommen - gerade in katholischen Ländern. Nur Deutschland tut sich mit der PID-Methode schwer", heißt es in der Einführung des kurzen Spiegel-Artikels, womit seine Richtung klar ist. Immer wieder reisten Paare aus Brandenburg, Berlin oder Sachsen zur Präimplantationsdiagnostik nach Polen - während Polinnen umgekehrt nach Deutschland reisten, um hier einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Europa paradox, und natürlich ist, wenn man dem Artikel glauben darf, die katholische Kirche daran schuld. Als positives Gegenbeispiel wird CDU-Mann Peter Hintze angeführt. "Bei einem Embryo in der Petrischale mag er noch nicht von einem Menschen sprechen. Er redet von Zellen." Wer eine sachliche Auseinandersetzung in diesen Wertfragen sucht, wird bei diesem Artikel leider nicht fündig. - al

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Präimplantationsdiagnostik: Die Qual der Wahl - Medizin - Wissen - FAZ.NET

Wann liegt bei einem Embryo ein schwerwiegender genetischer Schaden vor? Und wann geht es nur darum, unerwünschte, doch nicht ernsthaft belastende Erbanlagen auszuschließen? Diesen Fragen widmet sich der FAZ-Artikel anhand des Beispiels der seltenen und extrem teuer zu behandelnden Krankheit Morbus Gaucher. Wo rationiert werden muss, sollten die Schwächsten am meisten geschont werden, so sollte man meinen. Doch das Beispiel zeigt, dass es nicht immer so edel zugeht, wenn es hart auf hart kommt. Fazit: Gesunden stehe es moralisch kaum zu, einem Paar, das die schrecklichen Folgen einer wiederholt auftretenden Erbkrankheit in der Familie aus nächster Anschauung kennt, eine Diagnostik zu verweigern, die dieses Schicksal erspart. Andererseits habe die Gesellschaft natürlich auch ein Recht, zu verhindern, dass Paare den Embryonencheck nur als Qualitätskontrolle nutzen. - al