Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Bundesgerichtshof zur PID: Moralische Fragen sollten politisch entschieden werden - ZEIT ONLINE

Der BGH sprach den Arzt frei, der Eltern durch Gendiagnostik zu gesunden Kindern verhalf. Eine gesellschaftliche Debatte wäre angemessener gewesen. Ein Kommentar

Erstellt von hhp | | Deutsch | PID

Die Präimplantationsdiagnostik zur Entdeckung schwerer genetischer Schäden des extrakorporal erzeugten Embryos ist nicht strafbar - Der Bundesgerichtshof

Die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs (BGH) stellt klar: Die Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Entdeckung schwerer genetischer Schäden ist nicht strafbar. Die PID laufe dem Schutz von Embryonen vor Missbräuchen nicht zuwider und sei geeignet, die Gefahren späterer Abtreibungen zu vermindern. Der Gesetzgeber hätte die PID wohl nicht verboten, wenn diese beim Erlass des Embryonenschutzgesetzes schon verfügbar gewesen wäre. Dort sei auch die Auswahl von Samenzellen im Falle einer geschlechtsgebundenen schweren Erbkrankheit erlaubt worden. Abschließend wird noch einmal die Einschränkung der PID auf "schwerwiegende genetische Schäden" hervorgehoben. Der genaue Wortlaut des Urteils liegt bis jetzt (Stand 22.07.10) noch nicht vor, wird aber ebd. erscheinen - hhp

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Gericht: Embryonen-Gentests sind nicht strafbar - evangelisch.de

Evangelisch.de beleuchtet eher die problematischen Seiten dieses Urteils. So wird darauf verweisen, dass bereits der Vorsitzende Richter betonte, mit dem Urteil seien schwere ethische Fragen verbunden. Es bleibe dem Gesetzgeber überlassen, ob er PID verbieten und damit strafbar machen wolle. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung warnte, wenn PID grundsätzlich zugelassen werde, gehe es nur noch um "Selektionen, was ist lebenswert und was ist nicht mehr lebenswert". Die EKD bedauerte die Entscheidung des Bundesgerichtshofes, weil PID auf Verbrauch und Vernichtung menschlicher Embryonen beruhe. Die Würde auch des frühen menschlichen Lebens verbiete es jedoch, dass es "bloß als Material und Mittel zu anderen Zwecken genutzt und erst recht gar nur erzeugt wird". Ähnlich äußerte sich die katholische Deutsche Bischofskonferenz. - al