Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Gendiagnostik: Ethikrat uneins über PID - ZEIT ONLINE

Der Streit um die Präimplantationsdiagnostik spaltet Politik und Gesellschaft. Auch der Ethikrat hat zu keiner einheitlichen Position gefunden. Die Befürworter der PID im Ethikrat argumentieren in ihrem Votum, mit der Methode könne Paaren geholfen werden, "die aus genetischen Gründen wiederholte Fehl- oder Totgeburten erlebt haben". Außerdem könnten Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden. Die PID-Gegner im Ethikrat wenden in ihrem Votum ein, durch PID könne menschliches Leben aufgrund unerwünschter Eigenschaften verworfen werden. Außerdem könne die Anwendung auch bei einer zunächst engen Begrenzung nach und nach ausgeweitet werden. Das kontroverse Stimmungsbild im Ethikrat zeigt in der Tat, dass der Deutsche Bundestag eine offene Diskussion ohne Fraktionszwang führen muss. - al

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Erbkrankheiten: Meine Gene, deine Gene - Mensch & Gene - Wissen - FAZ.NET

Jeder Mensch trägt in seinem Erbgut Fehler. Wenn zwei davon in einer Partnerschaft zusammenkommen, können schwer behinderte Kinder geboren werden. Soll man das testen, noch ehe sie gezeugt werden? Stephen Kingsmore vom National Genome Research Center in Santa Fe stellte im Januar dieses Jahres seinen „universellen Gentest“ vor, der schon vor einer Zeugung Anlagen für Hunderte schwerer Erbkrankheiten enttarnen und Paaren mit Kinderwunsch Aufschluss darüber geben kann, ob ihr Nachwuchs davon betroffen sein könnte. Das neue Verfahren hat das Zeug, die Familienplanung zu revolutionieren wie einst die Pille, so der Artikel. Es öffne aber auch die Tür zur Ära einer wissenschaftlich fundierten negativen Eugenik ein ganzes Stück weiter als bisher. Kingsmore will die Anlagen für rezessive Erbleiden tatsächlich ganz und gar aus dem menschlichen Genpool entfernen. Möglich wäre das nur durch eine Rasterfahndung für alle Paare mit Kinderwunsch. - al

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Designer-Baby: Sein Name sei Hoffnung - Medizin - Wissen - FAZ.NET

In Frankreich wurde ein Kind geboren, das einem oder besser noch beiden seiner beiden älteren Geschwistern, die an einer genetischen Blutkrankheit leiden, das Leben retten soll. Das Baby wurde in vitro gezeugt und hat von den Eltern den Namen „Unsere Hoffnung“. bekommen. Der Vorsteher der französischen Bischofskonferenz spricht kritisch von der „Instrumentalisierung des Menschen im Dienste eines anderen Menschen“. Genetiker Axel Kahn, Mitglied der französischen Ethikkommission, die das Vorgehen und die dazu nötige PID erlaubt hat, spielt dagegen die Tragweite der Premiere herunter. Der zuständige Arzt René Frydman verwirft den Begriff des „Medikamenten-Babys“ und schwärmt vom Kinderwunsch der Eltern, die beide nach der künstlichen Befruchtung vorhandenen Embroys einpflanzen liessen. Dabei vertrauten sie auf den Zufall, denn nur einer war für die vorgesehene Transplantation kompatibel. Zum Glück hat sich der "richtige" Embryo durchgesetzt. - al