Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Godlike Great Programmers: The Scientists Arguing for Religious Belief - The New Yorker

Die meisten Wissenschaftler seien ungläubig oder trennten Wissenschaft und Religion. Es gebe aber auch erstaunlicherweise führende Wissenschaftler, die aus der Wissenschaft Argumente für Übernatürliches ziehen. So gehe die "Computer-Theologie" Jürgen Schmidhubers von der Prämisse aus, dass es einen "schnellsten, effizientesten, optimalen Weg gibt, alle logisch möglichen Universen zu berechnen, unseres eingeschlossen - falls unseres berechenbar ist, wogegen nichts spricht". Aber, so wendet der Autor des Artikels ein, wenn ein Universum durch einen Computer beschrieben werden kann, bedeute das nicht, dass es auch durch einen solchen und einen "Gottähnlichen großen Programmierer" auch regiert werde. David Eagleman schließt umgekehrt vom Nichtwissen auf Gott: "Unser kosmisches Nichtwissen ist zu gewaltig, um sich zum Atheismus zu bekennen". Zurecht fragt der Autor allerdings, inwiefern sich diese Nichts-ist-unmöglich-Mentalität ("Possibilianismus") vom Agnostizismus unterscheide - hhp

Erstellt von hhp | | Theologie | Wissenschaftstheorie | Bilder | Englisch

Biblical Inerrancy and Evolution,Part 1- The BioLogos Forum

Thomas Jay Oord macht durch seine eigene biografische Entwicklung die Relativierung eines wortwörtlichen Bibelverständnis nachvollziehbar. Der Kernsatz, "der Zweck der Bibel ist unsere Erlösung", gibt die formale Hinsicht an, unter der von "Irrtumslosigkeit" der Bibel gesprochen werden kann. Biblische Wahrheit wird damit nicht in naturwissenschaftlicher Hinsicht beansprucht. Oord, der evangelikal zu verorten ist, erinnert in dieser Sicht der Irrtumslosigkeit der Schrift an die formale Bestimmung, die auch das Zweite Vatikanische Konzil vornimmt: Die Wahrheit der Bibel ist auf unser Heil bezogen ("causa salutis") - hhp

Erstellt von pts | | Evolution | Schöpfung | Naturwissenschaft | Theologie | Englisch

Science, Catholicism and the Papacy in the New Millennium - Huffingtonpost

Peter M. J. Hess vom National Center for Science Education stellt die Frage, wie sich die Haltung der katholischen Kirche zu einer evolutionären Weltsicht entwickeln wird. Er erläutert, die katholische Kirche habe sich im letzten Jahrhundert bemüht, die Evolutionstheorie zu verarbeiten und die christliche Theologie in eine evolutionäre Weltsicht zu integrieren. Er bezieht sich dabei u. a. auf die Enzyklika Humani generis, die Ansprache Johannes Paul II an die Päpstliche Akademie der Wissenschaften im Jahre 1996, die Schrift Gemeinschaft und Dienstleistung der Internationalen Theologischen Kommission und die von Benedikt XVI einberufene Konferenz zu biologischen Evolution im Jahr 2009. Dennoch würden beklagenswerter Weise immer noch Teile der katholischen Kirche die evolutionären Annahmen ablehnen und sich für eine Auslegung der Schrift im wörtlichen Sinne einsetzen. Der Autor ist aber hoffnungsvoll, dass auch der neue Papst die Unterstützung für die Wissenschaft fortsetzen wird - pts