Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Theologie | Anthropologie | Tod | Deutsch | Hereafter (Film) | Nahtod-Erfahrung

Nach dem Tod ist vor dem Leben: Clint Eastwood-Film "Hereafter" - Pro - Christliches Medienmagazin

Mehrfach weist das christliche Medienmagazin auf die Leistung des Films "Hereafter - Das Leben danach" hin, interessante Fragen aufzuwerfen und die auch im Film angedeutete "Verschwörung des Schweigens" aufzubrechen. Der Rezensent kann aber nicht umhin vorwegzunehmen: "Es ist kein besonders theologischer Film". Dem ist sicher zuzustimmen. Kritisiert wird dann aber auch, die Darstellung von Nahtoderfahrung entspräche nicht den gängigen Darstellungen. Das allerdings habe ich anders in Erinnerung: Ich fand die Beschreibung durchaus zutreffend, vor allem die tiefgreifende und nachhaltige Wirkung auf Betroffene - hier auf die zweite Hauptperson Lelay - wurde gut zum Ausdruck gebracht - hhp

Erstellt von al | | Deutsch | Theologie | Wissenschaftstheorie

Vernunft und Glaube - Spektrum der Wissenschaft Jan. 2012

In dem kostenlos verfügbaren Titelthema der Januarausgabe von Spektrum der Wissenschaft diskutiert der Bochumer katholische Theologe Christian Tapp Theologie als Wissenschaft. Er bringt es so auf den Punkt: Eine Religion, deren Gott vom Wesen her vernünftig ist, werde von ihrer höchsten Instanz her auf ein positives Verhältnis zur Vernunft festgelegt. Dieses sei freilich kein gemütliches Ruhekissen, sondern dauernder Anspruch, Widersprüche zu beseitigen und Verstehen zu ermöglichen. Tapp hält nur einen ontologischen Naturalismus für unvereinbar mit dem Glauben. Mit dem methodischen Naturalismus, der nur fordere, sich in der Naturwissenschaft auf das empirisch Fassbare zu beschränken, solle kein Gläubiger ein Problem haben. Wohl wahr! - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Theologie | Gottesbild | Atheismus

Irrlehren eines Jesuiten: Gottesbild muss atheistisch sein! - kath.net

Der Jesuit Roger Lenaers habe "offen häretische Ansichten vertreten" - in einem Vortrag, der inzwischen online einzusehen ist: http://www.wir-sind-kirche.at/content/index.php?option=com_content&task=view&id=778&Itemid=27. Harter Tobak, in der Tat. Die Forderung, in der zunehmend atheistischen Moderne das Christentum ebenfalls atheistisch und religionslos zu inkulturieren, ist provokant. Man muss aber bedenken, dass er unter "atheistisch" den befreienden Abschied von einer anthropomorph gedachten Macht und "religionslos" i.S. Bonhoeffers versteht. So gesehen sind manche seiner Kritikpunkte theologisch verhandelbar: ein nur jenseitiger, deistischer Gott, Bittgebet als magische Wunscherfüllung, Bibel als verbalinspiriert, reine Gesetzesmoral statt Liebesmoral etc. Aber Lenaers lässt das Pendel m. E. zu weit in die Gegenrichtung ausschlagen, und ein "atheistisches Christentum" wird missverständlich bleiben oder im radikalen Sinn atheistisch werden - hhp