Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Atheismus | Neuer Atheismus

Is religion really under threat?

Ein Gespenst namens Säkularismus suche Europa heim und die gebündelten Kräfte des alten Europa mühten sich um seinen Exorzismus. Zunehmend werde der Säkularismus nämlich als Bedrohung statt als wackerer Verteidiger der Freiheit gesehen. Ist der Säkularismus, so fragt der Autor des Artikels, tatsächlich eine solche Bedrohung? Die Härte der Säkularismusgegner lasse darauf schließen, dass mit dem Säkularismus etwas schief gelaufen sei. Eigentlich sei Säkularismus weder ein kämpferischer Religionsvertreiber noch eine gottlose Wissenschaft, die einen Tempel à la de Botton benötige. Vielmehr solle er Menschen aller und keiner Glaubensrichtung vereinen, indem er neutral ist. Die USA sei das beste Beispiel, wie verbreitete Religiosität und konstitutioneller Säkularismus zusammen gehen können. Auch brauche Religion nicht im Privaten zu verbleiben, solange sie vernünftig argumentiere. Die neutrale Freundlichkeit schlug indes für einige der neuen Atheisten mit dem 11. Sept. in Aggression um - hhp

Erstellt von hhp | | Theologie | Deutsch | Tree of Life (Film) | Theodizee | Atheismus

Schweigt Gott, oder hören wir ihn einfach nicht? - Tagesanzeiger

Der mit der Goldenen Palme ausgezeichnete Film "The Tree of Life" wird als Versuch vorgestellt, mit filmischen Mitteln die Existenz Gottes zu beweisen. Verwoben wird das wunderbare, aber auch erschreckende der kosmischen Evolution mit dem realistischen Drama des menschlichen Lebens. Die Frage, warum Gott die Übel zulasse, hinterlässt eine "religiöse Unsicherheit" die der Rezensent als "das Beste an diesem religiösen Film" wertet. Der Regisseur halte diese "Angst, vielleicht ohne Gott sein zu müssen" aber nicht aus, sondern fliehe in eine kitschige Glaubenssicherheit - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Atheismus | Hawking

Stephen Hawking: 'There is no heaven; it's a fairy story'

Stephen Hawking legt noch mal nach und geht über sein letztes Buch hinaus. Gott ist nun nicht nur nicht nötig zur Erklärung der Entstehung des Universums; ausdrücklich hält er Himmel und ein Weiterleben nach dem Tod für Märchen. Das Gehirn ist für Hawking ein Computer, der seine Arbeit beendet, wenn seine Komponenten ausfallen. Hawking: "Es gibt kein Weiterleben für kaputte Computer". Weiterleben sei eine "Geschichte für Leute, die Angst vor dem Dunklen haben". Auch die Frage "Warum sind wir hier?" beantwortet er gewohnt reduktionistisch: Weil beim sehr jungen Universum winzige Quantenfluktuationen ... usw. Dass auf Warum-Fragen mehrere Antworten möglich sind, bleibt wieder einmal außen vor - hhp