Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Dawkins | Englisch | Umfrage | Atheismus | Anthropologie

Atheists a dying breed as nature 'favours faithful' - Richard Dawkins Foundation - News

Schock für Atheisten? Gläubige haben mehr Nachwuchs (2,5) als Atheisten, deren Reproduktionsrate (1,7) nicht einmal zum Selbsterhalt ausreiche. Dies ist die Essenz einer über 82 Ländern erhobenen Studie. Der hier vorliegende Auszug von J. Leake aus der Sunday Times berichtet knapp von dieser Studie und zitiert Michael Blume: "Es ist eine große Ironie, aber die Evolution scheint Atheisten zu benachteiligen und Gläubige zu bevorzugen". Blume stehe damit in direktem Widerspruch zu Dawkins, für den Religion ein mit hohen Kosten verbundenes Virus darstellt. Dawkins kommentierte den vorliegenden Artikel knapp: "Das ganze Argument beruht auf der unausgesprochenen Annahme, dass Kinder automatisch den Glauben ihrer Eltern übernehmen. Lasst uns hoffen ... dass dieser Automatismus unterbrochen werden kann" - hhp

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US-Atheisten kämpfen gegen "Mythos Weihnachten" - Welt online

Anscheinend wird die Szene der Atheisten in den USA lebendiger. Der Artikel berichtet von atheistischen Werbekampagnen - und deren Entgegnungen. Die Zahl - 15% bezeichneten sich als nicht religiös - deckt sich mit der neuen Gallup-Studie (s.u.), die von 16% areligiösen Antworten ausgeht. Den Trend der Verdoppelung seit 1990 kann man mit Gallup jedoch nicht bestätigen; dort spricht man von ca. 10% Nicht-Religiöser - hhp

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Einstein’s God - Big Questions Online

Michael Shermer, Herausgeber des Magazins "Skeptic", fragt, an welche Gottheit Einstein tatsächlich geglaubt hat. Der umfangreiche und kenntnisreiche Artikel schützt vor einseitigen Vereinnahmungen - von welcher Seite auch immer. Einsteins Kurztelegramm ("Ich glaube an den Gott Spinozas") bringt mit anderen Belegstellen auf den Punkt, dass er nicht an einen persönlichen Gott glauben konnte. Genauer besehen, ist aber derjenige persönliche Gott, von dem er sich distanziert, ein Gott des direkten Eingreifens und ein Designer, der in einer Reihe mit innerweltlichen Kausalitäten gesehen wird (ein Gott, den auch Dawkins trefflich abwehren kann). In diesem Verständnis ist Gott in der Tat "anthropomorp" gedacht und "kindisch". So versagt sich Einstein ein konkreteres Gottesbild aus der Haltung der intellektueller Bescheidenheit heraus, und sein "Agnostizismus" ist kein militanter Atheismus, der sich hitzig von religiöser Indoktrination der Jugendzeit befreien muss. Sehr lesenswert - hhp