Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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"Wir haben keine experimentellen Beweise" - Stuttgarter Zeitung online

Die Behauptungen Hawkings sind nicht nur philosophisch-theologisch fragwürdig, sondern auch naturwissenschaftlich hoch spekulativ, wie das vorliegende Gespräch mit Stefan Fredenhagen vom MPI für Gravitationsphysik zeigt. Zwar sei die Stringtheorie in der community verbreiteter und die M-Theorie, Hawkings Stein der Weisen, integriere in der Tat die bisherigen Stringtheorien, aber es gebe auch durchaus Alternativtheorien. Allen sei jedoch gemeinsam, dass es "keinerlei experimentelle Hinweise" darauf gebe, inwieweit mit den Theorien (M-Theorie inklusive) tatsächlich die Welt richtig beschrieben werde - hhp

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Hawking: "Wir werden zu den Herren der Schöpfung" - DiePresse.com

Den "großen Entwurf" Hawkings versteht der Autor Thomas Kramar eher als "verwegene Lösung" und der gigantischen Vermehrung der Multiversen sollte man mit Ockhams Rasiermesser, das nur notwendige Theorien gelten lässt, zu Leibe rücken. Hawking habe die Naturwissenschaft bei der Suche nach dem großen Entwurf längst verlassen und betätige sich "in Wahrheit längst als Theologe". Mit dieser Beurteilung dürften sich weder Theologen anfreunden, noch - aus anderen Gründen - Hawking, der die großen Fragen "ausschließlich in den Grenzen der Naturwissenschaft und ohne Rekurs auf göttliche Wesen" für beantwortbar hält - hhp

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Hawking book explains creation of universe minus God - USATODAY

Interessant: Neben Einblicken in das neue Hawking-Buch (Intelligent Design ist schlecht, Stringtheorie gut, Philosophie tot), kommt auch der Co-Autor Leonard Mlodinow zu Wort: "Wir sagen nicht, es gäbe keinen Gott; wir sagen, dass wir Gott zur Erklärung des Universums nicht benötigen ... Die Perspektive des Buches ist eine naturwissenschaftliche". Die vermeintliche perspektivische Beschränkung und Selbstbescheidenheit steht allerdings in krassem Gegensatz zu dem vollmundigen Anspruch der im ersten Buchkapitel erhoben wird: Hier will die Naturwissenschaft (als Nachfolgerin der verstorbenen Philosophie; S. 11) nicht weniger als "Antworten auf die Schöpfungsfrage geben" und "die letztgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" beantworten - inklusive der Frage: "Warum gibt es etwas und nicht einfach nichts?" (S. 15) Von perspektivischer Beschränkung und Selbstbescheidenheit keine Spur! - hhp