Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Hawking

Entstehung des Alls: Hawking hält Schöpfergott für überflüssig - Spiegel online

Der Spalt, den Stephen Hawking in seiner Gedankenwelt von 1988 für Religion offen ließ, hatte eher verkaufsstrategische Gründe. Der gern zitierte letzte Satz mit dem "Plan Gottes" wäre fast der Endredaktion zum Opfer gefallen, aber dann "hätte ich womöglich die Verkaufszahlen halbiert". So bestätigt der Spiegel - unterstützt durch Ex-Frau Jane -, dass Hawkings schon immer Atheist war und theologisch nicht vereinnahmt werden kann. Hans Küng hat dies schon 2005 vermutet, wenn er den berühmten Schlusssatz als ironisch bezeichnete, denn mit Hawkings "Theorie für alles ... würde die Welt sich selbst erklären und Gott als Schöpfer nicht mehr notwendig sein" (Der Anfang aller Dinge, 31). Das neue Buch bestätigt Küngs Vermutung ausdrücklich - hhp

Erstellt von al | | Hawking | Deutsch | Kosmologie

Physiker Hawking: Kein Gott nötig für Universum - evangelisch.de

Auch evangelisch.de berichtet von der bevorstehenden Neuerscheinung Hawkings. Spontane Schöpfung sei der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren. Es sei nicht nötig, zur Erklärung eine Hand Gottes mit ins Spiel zu bringen. Das stimmt natürlich, doch das Urteil darüber bleibt eine metaphysische Frage, in der Atheisten und Gläubige naturgemäß unterschiedlich urteilen werden. Ein naturwissenschaftliches Urteil über den Anfang aller Dinge wird kaum möglich sein. - al

Erstellt von sh | | Hawking | Englisch | Intelligent Design | Evolution

Stephen Hawking says universe not created by God - The Guardian

In seinem neuen Buch "The Grand Design", das am 9.9.10 veröffentlicht wird (Leseprobe lag heute The Times bei), stellt Stephen Hawking fest, dass Gott nicht für die Schaffung des Universums nötig gewesen sei, sondern die Naturgesetze wie die Schwerkraft, dafür gesorgt hätten, dass wir existieren. Er verweist auf die M-Theorie, die seiner Meinung nach die alles vereinende Theorie ist, auf die Einstein gehofft hatte. Die Tatsache, dass die Menschen nun so nah dran sind, die Gesetze, die uns und das Universum regulieren, zu verstehen, sei ein großer Triumph. Das neue Buch zeigt Hawkings veränderte Einstellung; Noch in seinem letzten Buch (Eine kurze Geschichte der Zeit, 1988) stellte er fest: "Warum existiert das Universum, warum existieren wir? Wenn wir die Antwort darauf finden, wäre das der ultimative Triumph des menschlichen Verstandes. Denn dann würden wir die Gedanken Gottes kennen!" - sh