Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Hawking | Kosmologie | Deutsch

Physik aus der Gottesperspektive ZEIT Nr. 1 2011 S.37

Der Artikel klassifiziert Stephen Hawking als "Designer-Physiker", der herausfinden will, wie die Welt im Ganzen funktioniert. Hawking, so der Verfasser, erzählt uns einen Mythos in der Sprache der Physik - obwohl er doch behauptet, die Wissenschaft habe die Mythologie überwunden. Er sei ein Beispiel für Pop-Science, in der es mehr um Wissensvermarktung denn um Inhalte geht. Spräche Hawking in seinen Büchern nur von Physik fände er sicher nicht den Resonanzraum, den er hat. Da hat der Verfasser wohl Recht. Der Artikel befasst sich dann - weiterhin kritisch auf Hawking gerichtet - mit Wissenschaftstheorie und lehnt hier einen Realismus ab, das wäre allerdings sicher einer weiteren Diskussion würdig. - al

Erstellt von hhp | | Neuer Atheismus | Deutsch | Atheismus | Kosmologie | Hawking

Schöpfung ohne Gott - profil online

Der ausführliche Artikel gibt einen Überblick über kosmologische Theorien und deren Beziehung zum Atheismus. Schwerpunktmäßig werden österreichische Wissenschaftler ins Gespräch einbezogen, Stephen Hawkings jüngste Provokation steht aber im Mittelpunkt. Anders als Dawkins sei Hawking nicht unbedingt atheistisch. Schließlich sei Wissenschaft "etwas grundlegend anderes als Religion" (wenn Hawking das nur auch so sähe!! hhp). Immerhin wird v.a. im Gespräch mit dem Physiker Anton Zeilinger mehr als deutlich, dass Hawking seine Grenzen überschritten hat. Weder sei die Philosophie tot, noch mache die sog. M-Theorie einen Schöpfer überflüssig - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie | Hawking

Stephen Hawking’s Radical Philosophy of Science - Big Questions Online

Michael Shermer, Herausgeber des Magazins "Skeptic", hält endlich die Lösung bereit, wie wir aus der "epistemologischen Falle" herauskommen, dass das Gehirn Realität nicht einfach abbildet, sondern durch Modelle überhaupt erst konstituiert. Er nennt dies "glaubensabhängigen Realismus" und vergleicht dies mit dem "modellabhängigen Realismus" Hawkings. Wir könnten uns also trefflich über unsere Modelle unterhalten, nicht aber über die Realität; schließlich hätten wir ja keinen archimedischen Punkt außerhalb unseres Hirns, von dem aus man Modell mit Realität vergleichen könnte. Soweit d'accord. Nun aber die Überraschung, mit der uns Shermer aus dieser epistemologischen Falle erlöst: die Naturwissenschaft. Schließlich befreie sie uns als intersubjektives Unternehmen von subjektiven Voreingenommenheiten und führe uns dadurch zu größerer "Korrespondenz mit der Realität". Als ob ausgerechnet die methodische Beschränkung auf Objektivität den Schranken der Modelle nicht unterliegt - hhp