Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | PID

Pränataldiagnostik: Mutters Blut, Babys Gene - ZEIT Nr. 6 S.33f

Die einst nur nebulöse Vision der Pränatalmediziner, den Eltern ein gesundes Kind garantieren zu können, nimmt allmählich Gestalt an. Die Frühdiagnostik kann bereits die Zahl von schwer kranken, behinderten oder tot geborenen Kindern vermindern – um den Preis vermehrter Abtreibungen. Auch die letzte Eskalationsstufe ist bereits erkennbar: Eine ausgedehnte Gendiagnostik noch bevor ein künstlich befruchtetes Ei überhaupt in den Uterus implantiert wird. Für die Dekodierung des Genoms reichen inzwischen die Erbmoleküle einer einzigen Zelle aus. Auf eine Vielzahl von heiklen Fragen fehlen jedoch Antworten, so der Artikel sehr zu recht: Wofür und in welchem Umfang sollten die neuen Testverfahren eigentlich genutzt werden? Sein weises Fazit: Achtung, genetische Defekte hat jeder Mensch. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik

Fälschungsvorwürfe gegen bekannten Stammzellforscher - sueddeutsche.de

Der Kardiologe Bodo-Eckehard Strauer hatte 2001 weltweit zum ersten Mal einen Herzinfarktpatienten mit Stammzellen aus dessen Knochenmark behandelt. Seine Arbeiten galten als Argument gegen die Forschung mit den ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellen. Bald wurde der Professor von Gegnern der embryonalen Stammzellforschung in Politik und Kirche hofiert. Nun gibt es Hinweise auf Manipulationen der Studien. Die Therapie kann zwar die Leistung des Herzens tatsächlich geringfügig erhöhen. Dies geht aber nicht, wie ursprünglich gehofft, darauf zurück, dass die Stammzellen zu Herzmuskelzellen werden und dadurch das Herz regenerieren. Vielmehr scheinen die Zellen nur Faktoren zu produzieren, die im Nebeneffekt die Herzmuskelzellen unterstützen. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Organtransplantation | Bioethik

Spender gesucht - ZEIT online

Angesichts des Inkrafttretens der Regelungen des neuen Organtransplantationsgesetzes thematisiert der Autor die Schwierigkeiten der Lage in Deutschland und macht sie vor allem an der grundsätzlichen Organisation der Organspende hierzulande und vor allem in den Krankenhäusern fest. Die schlechte PR durch die jüngsten Skandale wird erwähnt, nicht aber das Problem, dass jüngst wieder deutlich wurde, dass "Hirntote" wohl unwiderruflich im Sterben liegen, aber eben noch nicht tot sind. Diese Diskussion und Dimension blendet der Artikel leider aus und ist daher nur begrenzt hilfreich. - al