Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Venter | Deutsch | Bioethik | Synthetische Biologie

Synthetische Biologie: Eine neue Lebensform - FAZ.NET

Chemikern ist es gelungen, künstliches Leben nach dem Vorbild der Evolution erschaffen, allerdings mit einem Baustein im Genom, den die Natur nicht nutzt. Im Vergleich zu Craig Venters bahnbrechendem Versuch vom letzten Jahr ein weiterer Schritt in Richtung synthetischen Lebens, der aber auf natürlicheren Prinzipien beruht. Für die Umwelt drohe keinerlei Gefahr: "Ein Organismus, der einen künstlichen Baustein braucht, den es in der Natur gar nicht gibt, stirbt, wenn er mal tatsächlich unbeabsichtigt in die Umwelt gelangt, sofort ab. Er kann sich nicht vermehren und auch seine Gene nicht verbreiten." So heißt es. Tatsächlich hat der entwickelte Organismus aber noch den "Defekt", im Zweifelsfall auch wieder auf seinen natürlichen Bestandteil zurückgreifen zu können. - al

Erstellt von al | | Organtransplantation | Deutsch | Bioethik | Hirntod

Aus einer Leiche geboren - SPIEGEL 25/2011

Die aufwühlende Geschichte des Kindes einer hirntoten Mutter stellt das gewissermassen kanonische Hirntodkriterium in Frage, dass Voraussetzung für die Organentnahme ist. Das bisherige Hirntod-Konzept besagt, dass der Körper nach dem endgültigen Absterben des Gehirns unweigerlich und rasch in seine Einzelteile zerfällt, weil das zentrale Steuerungsorgan, das Gehirn, fehlt. Diese Vorstellung ist schwer zu vereinbaren mit den mittlerweile 30 Fällen von hirntoten Schwangeren, die zum Teil monatelang am Leben gehalten wurden. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik | Sterbehilfe

Ärztetag: Dem Gewissen folgen - ZEIT Nr. 22 S. 39

Patienten beim Suizid zu helfen, war Ärzten bislang nicht ausdrücklich untersagt. Auch schienen sich die Einstellungen der Ärzteschaft zu dem heiklen Thema zu lockern. Jetzt aber will die Bundesärztekammer Sterbehilfe durch eine Änderung der Berufsordnung verbieten. Die scheinbaren Lockerungen waren wohl Missverständnisse. Der Vizepräsident der Bundesärztekammer: "Auch wir wollen das Recht auf Patientenautonomie stärken". Der Mensch habe in Deutschland ein Recht, sich umzubringen, aber kein Recht auf ärztliche Hilfe beim Freitod. Damit werde das Gewissen der Ärzteschaft aber gleichgeschaltet, so ein Kritiker. Muss man diese Debatte als Wahlkampf um bevorstehende Präsientschaftswahlen in der Ärztekammer verstehen? - al