Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Neuer Atheismus | Deutsch | PID | Bioethik

Irre: Kirchenpartei beschließt totales PID-Verbot

Angesichts des CDU-Parteitags, der sich mit knapper Mehrheit gegen die PID entschied, schwingt der Artikel schwere polemische Keulen gegen diese Entscheidung. Sie sei von religiösen Fundamentalisten einer Gegenaufklärung herbeigeführt, während die Befürworter der PID "aufgeklärte Parteimitglieder" seien, die sich an "humanitärer Vernunft" und "an Erkenntnissen" orientierten statt "Wissen zu verbieten". Die naturalistische Perspektive sei "rational", während "die Anwendung des Begriffs 'Mensch' auf die thematisierten Zellhäufchen ... eine wertende Konstruktion" sei. Als ob "Zellhaufen" nicht wertend ist. Dass der Name des Münsteraner Bischofs falsch geschrieben wurde, ist im Vergleich zu dieser ethisch-argumentativen Ignoranz freilich nebensächlich - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Bioethik

Stem cells injected into the brain of a stroke patient in world first

Ca. 2 Millionen Stammzellen wurden ins Hirn eines Mannes injiziert, der vor 18 Monaten einen Schlaganfall erlitt. Damit soll die Regeneration der geschädigten Neuronen angeregt, Blutgefäßwachstum gefördert die Heilung des vernarbten Gewebes angeregt und Entzündungen eingedämmt werden. Tierversuche hatten nahegelegt, dass die Stammzellen sicher sind und effektiv wirken. Die Zellen stammen übrigens von einem 12 Wochen alten Fetus aus den USA. Die Tatsache, dass dieser Versuch starten konnte, wird als "Meilenstein in der britischen Stammzellforschung" betrachtet - hhp

Erstellt von al | | Politik | PID | Bioethik | Deutsch

Debatte über Gentests an Embryonen dauert an - evangelisch.de

Evangelisch.de berichtet über die verschiedenen Positionen in der Vorparteitags-CDU zur PID und die Öffnung der Diskussion, die sich der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider wünscht. "Ich bin überzeugt davon, dass sich der Mensch nicht selbst schafft und die Zulassung der PID immer größere Weiterungen haben wird", sagte Bundesforschungsministerin Schavan. Interessant wäre es dann, die Debatte im Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften aufzugreifen, in wie weit der Mensch nicht auch "geschaffener Mitschöpfer" ist; allerdings ist dieser besonders im amerikanischen Raum benutze Ausdruck sicher zu weit gehend, ein alternativer Vorschlag wäre die Rede von der "schöpferischen Kooperation" des Menschen mit Gott. - al